Mittwoch, 18. März 2015

Zeit für ein neues Kapitel

Wenn ich mir die Bilder so angucke möchte ich am liebsten die Zeit nochmal ein paar Stunden zurück drehen und genau wieder dort oben auf dem Gipfel stehen und alle Sorgen für einen Moment vergessen.
Heute hatten wir von der Schule einen Ausflug. Man konnte entweder eine Wandertour machen oder Ski fahren gehen. Da ich die Tour aber bereits schon gemacht hatte (siehe hier) und meine Freunde sich auch alle für letzteres entschieden haben, ging es dann für mich also heute das 4. Mal in Norwegen auf die Piste. Sonst ging es so höchstens ein mal im Jahr in den Skiurlaub, hier in Norwegen waren es gleich mehrmals innerhalb von 4 Monaten. Aber so sind die Norweger halt und so bin auch ich ein kleines Stücken Norwegisch geworden. Man kann das heute wahrscheinlich gut mit einem Schulsportfest vergleichen. Wo wir in meiner Schule 1000 Meter rennen müssen, fährt man in Norwegen eben 1000 Meter in die Höhe und fährt im Slalom wieder runter. Allerdings denke ich, dass das heute erstmal das letzte Mal Ski fahren hier war, denn die Temperaturen schreiben hier schon so um die 10 Grad Celsius und die Sonne prallt nur so. Klar, in so einer Höhe sind es natürlich nochmal ein paar Grad kühler, aber der Schnee war trotzdem teilweise sehr weich. Aber ich freue mich, meinen vorerst letzten Skitag mit meinen Freunden verbracht haben, dem Winter jetzt endgültig adieu sagen und ein neues Kapitel aufschlagen zu können - dem Frühling!
Ich habe mich schon so lange drauf gefreut, endlos lange Wintertage gewartet, und endlich kann ich sagen, dass die für mich schönste Jahreszeit angefangen hat. Ich bin gar nicht mal so der Sommer-Typ, lieber angenehm warme Temperaturen, eine leichte Briese und der Duft von den langsam wieder aufwachenden Blumen. Nicht zu vergessen, die länger werdenden Tage! Ich muss ehrlich zugeben, ich habe es im Winter schon gespürt, dass es hier deutlich weniger hell war als zuhause in Deutschland. Ich war viel müder, schlapper und das Heimweh hat es auch nicht gerade positiv beeinflusst. Daher bin ich so froh, dass es hier mittlerweile schon um 6.00 Uhr hell wird und erst um 19.00  Uhr wieder dunkel. Meine Gastschwester meinte sogar mal, dass sie während des Midsommar um 4 Uhr Nachts draußen war und es so hell war wie um 12.00 Uhr mittags. Das ist schon etwas ungewoht, aber jetzt habe ich viel mehr Energie, nicht nur die Blumen sondern auch der Körper blüht auf, die dicken Jacken werden wieder für ein paar Monate weggehangen und gefüllt mit guter Laune freue ich mich jetzt auf meinen Frühling und Sommer in Norwegen!



Montag, 16. März 2015

"Aber genau das ist es!"



Hallo meine lieben Blogverfolger!
Ich war das Wochenende über noch etwas nördlicher als ich es eh schon bin. Ich war von Freitag bis Sonntag im wunderschönen Florø! Florø ist die westlichste Stadt Norwegens und hat um die 10.000 Einwohner. Das wäre in Deutschland wohl eine ziemlich Kleinstadt, ist für Norwegen aber relativ groß. Die Stadt an sich ist auch super schön, gemütlich, und wir hatten Traumwetter. Ich habe mich echt gefreut nochmal eine andere Ecke von Norwegen zu sehen. Im Herbst war ich ja in Oslo und jetzt ging es eben Richtung Norden. Obwohl mich auch das ganz nördliche Norwegen noch reizen würde – Tromsø, Hammerfest – vielleicht wird das ja nochmal was.


Wobei es zeitlich jetzt doch etwas eng wird. Sonntag geht es ja schon nach Berlin und Barcelona, ich habe Geburtstag und dann sind schon wieder Ferien und das Jahr schreibt schon April. Ich habe mittlerweile auch mein ungefähres Flugdatum und das ist heute genau in 100 Tagen! Das geht eindeutig zu schnell um gerade. Morgen sind es dann nur noch 99, dann ganz schnell 80, 50, 10, … und dann sitze ich schon wieder im Flieger nach Hause. Letztens hatte mich eine Freundin noch gefragt, ob ich mich eigentlich freue nach Hause zu fliegen oder ob ich es traurig finde hier weg zu gehen. Aber genau das ist es! Ich freue mich so unheimlich auf Zuhause. Wahrscheinlich so wie noch nie zuvor. Und bei dem Gedanken daran, dass es jetzt eben nur noch 100 Tage sind, kann ich es eigentlich kaum mehr abwarten. Es ist auf einmal so greifbar. Aber andererseits möchte ich diese letzten 100 Tage hier in Norwegen noch so schön wie möglich gestalten. Ich habe gerade angefangen mir hier ein Leben aufzubauen. Abgesehen davon, dass ich nach einem halben Jahr umgezogen bin, habe ich nun auf der Insel meinen Alltag gefunden. Die Menschen grüßen mich, kommen zu mir, wissen wer ich bin. Ich kenne mittlerweile alle Namen, ich weiß wo alle wohnen und ich weiß, dass mir immer die Türen bei ihnen offen stehen und ich herzlich willkommen bin. Ich freue mich schon wenn ich wieder hierher kommen werde, denn ich weiß, dass genau diese Türen noch immer für mich offen stehen werden. Ich finde es durchaus traurig mich von den Menschen hier wieder verabrschieden zu müssen, aber umso mehr wird auch dieses Kribbeln im Bauch, die Vorfreude darauf meine Familie bald endlich wieder in die Arme nehmen zu können. Aber genau so ist das wohl, wenn man zwei Zuhause hat.


Samstag, 7. März 2015

My Weekend W10


Hallo meine lieben Blogverfolger!
Es gibt momentan nicht viel Außergewöhnliches zu berichten. Der Alltag hat sich bei mir festgesetzt, bis morgen muss ich noch eine größere Schularbeit abgeschickt haben, nächste Woche ruft eine große mündliche Prüfung in Englisch. Aber gestern habe ich Hausaufgaben und Schule ganz sein lassen und
habe mich mit einer Freundin in Bergen getroffen. Ich bin gleich nach der Schule mit dem Bus gefahren, was mir den Weg wesentlich erleichtert hat. Dort habe ich dann also meine Freundin getroffen, wir hatten uns auch schon seit vor Silvester nicht mehr gesehen und es gab viel zu erzählen. Wir sind dann also ein wenig durch Bergen geschlendert, waren in so etwas ähnlichem wie Vapiano essen und sind ein wenig durch die Geschäfte geschlendert. Da es aber ziemlich geregnet hatte, haben wir uns dann noch eben Obst, Schokolade, Chips und Co. gekauft, sind zu der Wohnung gegangen und haben einen Filmabend mit Schokofondue gemacht. Der Abend war wirklich schön und ich habe nur (!) Norwegisch gesprochen, und es hat nebenbei gesagt super geklappt. Ich höre mich zu meiner Verwunderung wohl angeblich noch nichtmal so ausländlisch an, das ist echt ein Kompliment.
Naja, wir haben lange geschlafen, groß gefrühstückt, und dann bin ich mit dem Boot zurück nach Hause gefahren. Die Fahrt hat allerdings schon so knapp 1,5 Stunden gedauert, die ich aber wunderbar damit verbracht habe, mich auf die Prüfung am Donnerstag vorzubereiten. Es war leider ziemlich grau und regnerisch, aber die Fahrt war trotzdem schön, so wie das restliche Wochenende.
Genießt den Sonntag und habt einen guten Start in die neue Woche!