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Sonntag, 5. Juli 2015

NEUER TREND? FOTOBÜCHER!


Heute befinde ich mich also seit genau 10 Tagen wieder in Deutschland. 10 Tage klingen eigentlich ziemlich wenig, aber doch ist relativ viel passiert. Unter anderem ist gestern ein von mir sehr ersehntes Paket angekommen.

Leider bin ich physisch nicht mehr ganz im hohen Norden, aber ein kleines Stückchen seelisch auf jeden Fall. Vor allem jedes Mal wenn ich mein neues lieblings Buch durchblätter.

Dienstag, 16. Juni 2015

VORBEREITUNG IST (NICHT) ALLES {Travel Essentials}




Es gibt ein paar Dinge, die das Leben einfacher machen können. Auch gerade was das Reisen anbelangt. Reiseführer findet man ohne Ende. Ich wusste ja damals schon längst bevor ich geflogen bin, dass ich mein Weg mich eben nach Norwegen führen wird. Obwohl ich dort noch nie zuvor gewesen bin! Ich hatte also schlichtweg keine Ahnung. Keine Ahnung von dem Land in dem ich 10 Monate meines Lebens verbringen werden würde, irgendwie verrückt.

Sonntag, 14. Juni 2015

THIS IS WHY I LOVE NORWAY! {Sognefjord Tour}




Hallo meine lieben Blogverfolger!

Da ich Norwegen in mittlerweile nur noch 11 Tagen verlassen werde, hatte ich mir gewünscht, das Land nochmal etwas mehr zu sehen. Und diesen kleinen Traum habe ich gestern erfüllt.

Dienstag, 9. Juni 2015

HOW TO BE A HAPPY IMMIGRANT {IN NORWAY}




Da ich in knapp 2 Wochen meine Heimreise antreten werde, heißt dies auch gleichzeitig, dass ich mittlerweile seit über 41 Wochen hier in Norwegen lebe, und, dass ich das Land, die Menschen und ihre Traditionen und Bräuche ziemlich gut kennenlernen durfte. Passend dazu habe ich mal eine kleine Liste geschrieben über die Norweger und wie man sich diese am besten zum Freund machen kann.


Montag, 18. Mai 2015

HAPPY CONSTITUTION DAY! {17th of May}



Gestern war also der große Tag. Der 17. Mai, der 201. Tag der Konstitution in Norwegen.

Bei uns lief der Tag so ab, dass wir morgens groß zusammen gefrühstückt haben und nebenbei im „norwegischen Ersten“ im Fernsehen geguckt haben, wie es so in Oslo und Bergen aussieht. Dort waren die Städte natürlich voll, alle Menschen waren auf den Straßen, sind im Umzug zum Königshaus gelaufen und so weiter. Bei uns auf der Insel war das ganze natürlich wesentlich kleiner, aber es hatte trotzdem was. (Fast) alle waren in den traditionellen Trachten gekleidet, jedes Haus hat die norwegische Flagge gehisst und ständig wurde „Hipp Hipp Hurra“ gerufen. Wir sind dann also auch erst über unsere Insel gelaufen mit Begleitung von dem Orchester, und anschließend sind wir in die „Stadthalle“ wo es dann eben Essen, Unterhaltung etc. gab. Das Wetter war anfangs leider auch sehr norwegisch, in Bergen hat es wohl sogar ziemlich geregnet, bei uns wurde es dann aber plötzlich richtig schön warm und sonnig!
Der Tag insgesamt war wirklich toll, wozu wahrscheinlich auch besonders beigetragen hatte, dass ich selber eine traditionelle Festtracht tragen durfte! Und das Beste: diese gehört mir und ich werde sie auch mit nach Hause nehmen können. Ja richtig, meine Gastfamilie wollte sie mir zum Abschied schenken, aber ich hatte sie eben schon jetzt bekommen, damit ich sie an dem Tag auch anziehen kann. Ich hätte mir wirklich kein schöneres Geschenk erdenken können! Und gerade mein "Outfit" hat den Tag perfekt gemacht. Ich habe mich wirklich ziemlich norwegisch gefühlt, wobei ich ja auch wirklich so aussah, hehe. Ständig kam irgendwer von den Leuten zu mir und meinte, dass ich ja so schön einheimisch aussehe und wie toll das ist, dass ich an dem Tag dabei bin und all sowas, und das Gefühl war echt schön!
Ich bin wirklich froh, dass ich die Möglichkeit dazu hatte, an dem norwegischen Nationaltag wirklich noch in Norwegen zu sein, denn es sind ja nur noch knappe 37 Tage bis nach Hause!!! Ich sehe den gestrigen Tag somit auch noch als kleinen Abschluss, der mein Auslandsjahr jetzt langsam aber schön zu Ende gehen lässt. 





Samstag, 16. Mai 2015

ON THE TOP!




I’m not telling you it’s going to be easy,
I’m telling you it’s going to be worth it.

Umso mehr ich mich dem Ende näher, desto stärker wird dieses Gefühl. Ich habe jetzt noch 39 Tage hier in Norwegen in meinem Auslandsjahr und jetzt endlich habe ich realisiert wofür die anderen 261 alle gut waren.



Ich genieße so sehr, dass sich das Wetter jetzt doch seit Donnerst so gebessert hat. Und vor allem gestern war es vergleichsweise richtig warm und die Sonne schien so intensiv den ganzen Tag. Und besser hätte ich ihn auch nicht nutzen können, als mit meiner Gastfamilie nach Bergen zu fahren.

Ich hatte vor kurzem eine Art „What I want to do before I…“ Liste gemacht, und zwar mit Dingen, die ich noch machen möchte bevor ich Norwegen wieder verlassen muss. Bergen, wer es nicht weiß, ist die Stadt, die von sieben Bergen umgeben ist, und einer davon ist Fløyen (415 Meter über NN). Wenn man direkt am Hafen bei der bekannten bunten Häuserreihe weiter Richtung Starbucks geht und dann ein kleines Stück die Straße hoch, da kommt man direkt zu der kleinen niedlichen Bahn, die einen gemütlich auf den Berg fährt. Man kann natürlich (sportlich norwegisch) die ca. 60 Minuten mit einer Vielfalt von Routen hochlaufen, nur leider hatten wir dazu gestern nicht die nötige Zeit (und Lust). 

Schnell war ich also auf der Aussichtsplattform angekommen – und perplex. Über den Dächern von Bergen, meiner Stadt hier in Norwegen, mit Ausblick gefühlt zur Unendlichkeit. Es war wieder wie so eine Art Höhepunkt dieses Jahres. Es war wie als wäre mein Auslandsjahr der Berg und die vergangenen 9 Monate der Aufstieg - mal mit leichten Pfaden, mal mit steinigen. Und dann war ich wortwörtlich auf dem Gipfel angekommen, mit tollstem Ausblick! Ich hätte mir keinen besseren Zeitpunkt aussuchen können, als gestern. Es hatte sich so richtig angefühlt dort oben zu stehen. Nur jetzt langsam muss ich mich wieder auf den Weg nach unten machen. Abschied nehmen. Es gab bereits schon ein paar Leute, die ich jetzt wahrscheinlich (vorerst) zum letzen Mal gesehen habe. Auch bei Bergen weiß ich nicht, wie oft ich dort noch hin fahren werde - spätestens in einem Monat (!) zum Flughafen. 


Dafür haben wir meinen letzten Tag in der zweitgrößten Stadt Norwegens auch noch schön zu Ende gehen lassen, und zwar auf einer Kirmes. Die war zwar nicht so groß wie die in Deutschland, aber so direkt am Wasser, das hatte schon was. Vor allem aus dem "Riesen"-Rad hatte man nochmal einen schönen Blick über den Hafen. 

Das Leben ist eben zu kurz, um die Zeit mit Dingen und Gedanken zu verschwenden, die einen nicht glücklich machen, und das habe ich jetzt endlich begriffen. 



Montag, 11. Mai 2015

WAS WEIßT DU EIGENTLICH ÜBER NORWEGEN?


Da ich ja schon relativ bald meine Heimreise antreten werde, dachte ich noch mal eine Art Rückmeldung von mir über Norwegen zu geben. Ich kann wirklich stolz sagen, dass ich knapp ein Jahr lang in einem anderen Land gelebt habe und meine Wahl fiel damals eben auf Norwegen. Das Land im hohen Norden, mit unendlich vielen Fjorden, tollen Menschen und atemberaubender Natur. Ich durfte dieses Land auf eine Art und Weise erkunden, wie es vielleicht nicht jeder kann. Ich habe ein wenig recherchiert, aber wollte dazu auch gerne meine eigenen Erfahrungen teilen, um euch mal einen Eindruck, einen kleinen Steckbrief über mein Norwegen zu geben. 

Hauptstadt: Oslo (meine Posts zu Oslo findet ihr hier und hier)

Grenzländer:  Schweden, Dänemark, Finnland und Russlnad

Bevölkerung und Fläche: 5.137.679 Einwohner (2014) auf einer Fläche von 385.155 Quadratkilometer, also ziemlich kleines Volk auf ziemlich großem Land verteilt, wenn man mal überlegt, dass allein unsere Hauptstadt Berlin schon ca. 3,5 Millionen Einwohner hat.

Bekannteste Städte: Oslo (925.288 Einwohner), Bergen (247.731), Stavanger (203.771), Trondheim (169.972), Tromsø (72.066), Kristiansand (64.692), Ålesund (44.417)

Sprachen: Norwegisch (Bokmål), Neunorwegisch (Nynorsk) und Samisch (meine Posts zu Norwegisch für Anfänger findet ihr hier und hier)

Währung: Norwegische Kronen (NOK) 1 Krone = 0,118109107 Euro oder 1 Euro = 8,46674759 Norwegische Kronen. Und ja, dieses Land ist teuer! Essen gehen ist teuer, Dinge unternehmen ist teuer, und auch wenn man selbst einkauft ist es teuer. Ich habe teilweise ca. 7€ für eine Packung Milch und eine Packung Äpfel ausgegeben! Dafür sind z.B. Häuser (auf dem Land, nicht in der Stadt) sehr groß und relativ günstig, aber es gibt ja auch einfach viel Platz! Dazu kommt auch noch, dass Norweger einfach nicht schlecht verdienen, beziehungsweise es den Kosten in dem Land ganz gut angepasst ist und viel vom Staat gegeben wird.

Fjorde und andere Naturgewalten
Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es mehr Fjorde als in Norwegen. Entstanden als sich die Gletscher zurückzogen und das Meerwasser die Täler überflutete, haben die Fjorde Norwegen heutzutage weltberühmt gemacht. Der wohl bekannteste und auch längste (204 Kilometer) ist Sognefjord, aber auch Hardangerfjord, Lysefjord bei Stavanger und der Nordfjord weiter nördlich sind sehr beliebt. Geirangerfjord und Nærøyfjord stehen sogar auf der UNESCO-Welterbe Liste. Das Magazin "National Geographic" beschreibt die Fjorde als "die besten unberührten Reiseziele der Welt" und die renommierte "Chicago Tribune" hat die norwegischen Fjorde auf die Liste der Sieben Weltwunder der Natur gesetzt. Norwegens Küstenlinie erstreckt sich über 25.148 Kilometer, ohne Fjorde und Buchten beträgt die Länge allerdings nur 2.532 Kilometer
Weitere besondere Naturgewalten in Norwegen sind der berühmteste Wasserfall Vøringsfossen mit 182 Meter Länge, der größte Gletscher Jostedalsbreen mit 487 Quadratkilometer oder der höchste Gipfel Galdhøpiggen mit 2.469 Metern Höhe. Eines meiner lieblings Naturwunder ist allerdings Trolltunga (Trollzunge), ich denke das Bild erklärt alles…


Nordlicht und Mitternachtssonne
Ein anderes, sehr mit Norwegen assoziierte Phänomen ist das Nordlicht (Nordlys) (Aurora Borealis). Der Nordlicht-Gürtel trifft Nordnorwegen auf den Lofoten-Inseln und verläuft bis hinauf zum Nordkap (Europas nördlichster Punkt). Daher bietet keine andere Region der Erde bessere Chancen, das Licht zu sehen, meist zwischen Spätherbst und Frühjahr. Leider, leider hatte ich nicht die Chance. Hier im „Süden“ gab es die zwar auch mal, aber es ist wesentlich seltener. Das ein oder andere Mal dachte ich sowas in der Art am Himmel erkennen zu können, aber da ich auf jeden Fall noch öfters wieder nach Norwegen kommen werde, und auch mal in den Norden reisen werde (!) ergibt sich das bestimmt nochmal.
Im Sommer hingegen geht die Sonne über dem Polarkreis nicht unter. Das Phänomen - bekannt als Mitternachtssonne – lässt Nordnorwegen 24 Stunden Tageslicht genießen. Aber auch hier in meiner Region merkt man das. Schon seit circa März geht so gegen 5 die Sonne auf und um 22 Uhr ist es immer noch hell. Und umso mehr wir jetzt Richtung Sommer steuern, desto extremer wird das. Meine Gastschwester ist sogar mal um 4 Uhr Nachts im Sommer spazieren gegangen und es war so hell wie um 12 Uhr mittags.


Wildlife
Elche, Rentiere, Hirsche, Luchse und Füchse leben hier in freier Wildbahn. Auch Wölfe entlang Ostnorwegen, Schwarzbären im Pasviktal in der Finnmark, Eisbären auf Svalbard und sogar Moschusochsen – Nachkommen der Überlebenden der letzten Eiszeit – in Dovre kann man in Norwegen finden. Auch Walsafaris vor der Küste der Vesterålen sind sehr beliebt. Ich habe gerade dieses Wochenende Orca-Wale gesehen! Ich war auf einer Hütte und ein Schwarm Orcas ist gerade durch das Meer direkt an der Brandung entlang geschwommen. Sie sind zwar nicht so weit aus dem Wasser aufgetaucht, aber es war trotzdem spannend zu sehen.


Nationalfeiertag
Nachdem, nach 400 Jahren als Teil der dänischen Autokratie, Norwegen eine eigene Verfassung bekam war das Land immer noch in einer losen Union mit Schweden, welche erst 1905 beendet wurde und Norwegen erst dort die volle Unabhängigkeit gab. Allerdings blieb der 17. Mai 1814, der Tag der Verfassung Norwegens, unterzeichnet in Eidsvoll, der offizielle Nationalfeiertag Norwegens. Das Ganze wird auch ziemlich groß gefeiert, mit allen möglichen Köstlichkeiten, Festzügen und den traditionellen Trachten (Bunads). Ich bin schon ziemlich aufgeregt, denn genau dieses Wochenende darf ich an diesem Tag dabei sein und werde auch so eine traditionellen Tracht (!) tragen.


Die Königsfamilie
Wer es vielleicht nicht weiß, Norwegen hat noch eine Königsfamilie. Bestehend aus König Harald V. und Königin Sonja und ihren zwei Kindern Kronprinz Haakon, verheiratet mit der Kronprinzessin Mette-Marit, und Prinzessin Märtha Louise, die mit Ari Mikael Behn verheiratet ist. Die norwegische Königsfamilie soll wohl auch sehr volksnah sein, man kann sie also wirklich mal so treffen, was mir leider aber noch nicht passiert ist, denn wohnen tun sie ja in Oslo, vor ihrem Haus habe ich schon gestanden... :)

Berühmte Norweger
Norwegen hat einige bekannte Persönlichkeiten hervorgebracht, vielleicht sagt euch der ein oder andere Name ja was.
  • Edvard Grieg, der bekannte Komponist, der unter anderem Werke wie die Schauspielmusik zu „Peer Gynt“ (einem Drama von Henrik Ibsen) oder das berühmte „Morgenstimmung“ komponiert hat
  • Ole Bull, ein weiterer bekannter Komponist und Violinist  
  • Roald (Engelbregt Gravning) Amundsen, norwegischer Seemann und Polarforscher, und mit den bei seinen Expeditionen erreichten Zielen der erfolgreichste Entdeckungsreisende in Arktis und Antarktis
  • Edvard Munch, ein bekannter Künstler, der neben über 1700 Gemälden auch als einer der ersten die expressionistische Richtung in der Malerei der Moderne geprägt hat
  • Henrik Ibsen, Dramatiker und Lyriker
  • Jo Nesbø, Krimiautor
Es gibt bestimmt noch viel mehr Themen. Norwegen ist so ein interessantes Land, wovon die meisten Leute nur leider überhaupt keine Ahnung haben. Ich hoffe also, dass ich dem einen oder anderen von euch ein bisschen 'was Neues erzählen konnte und ihr Norwegen genauso interessant findet wie ich :)

(alle Bilder via Google Bilder)

Dienstag, 21. April 2015

If you're lucky enough to live by the sea - you are lucky enough



Meistes lernt man erst den Wert der Dinge, wenn man sie schon längst nicht mehr hat
. Wie glücklich ich mich also schätzen kann, dass ich doch noch 2 Monate vorher realisiert habe, was für ein Glück ich hier eigentlich habe. Was ich meine? Das Leben direkt am Meer. Man glaubt es vielleicht gar nicht, aber es ist einfach so unfassbar schön, direkt an der Brandung zu wohnen. Zum Einschlafen das Wellenrauschen zu hören, zum Aufwachen die Möwen, und immer die Meeresbrise zu haben, die einem von all den wirren Gedanken, Stress und Kopfschmerzen gelegentlich wieder den Kopf runterkühlt. Besonders schön wird es dann noch, wenn sich zu diesem leichten Seewind die Sonne dazu gesellt. In ihrer schönsten Form. Ich lag das ganze Wochenende jeden Tag draußen in der Sonne und es tat so gut, den Vitamin D Speicher wieder voll zu tanken, nach dem dunkeln Winter. Wo ich doch letzte Woche noch nicht in der Schule war und hustend und mit dröhnendem Kopf im Bett lag, konnte ich am Sonntagabend auch endlich wieder laufen gehen. Das werde ich auch die restlichen ca. 63 Tage, die mir noch geblieben sind, hoffentlich so fortsetzten. Denn ich möchte so viel Zeit wie möglich auch die Natur hier genießen. Das ist, neben natürlich den Menschen hier, eine Sache, die ich definitiv sehr vermissen werde. Nicht, dass ich Deutschland nicht schön finde, ganz im Gegenteil, ich finde es ist so ein tolles Land! Aber ein Haus direkt am Meer zu haben, auf einer Insel zu wohnen und welche der schönsten Sonnenaufgänge, -Untergänge, und unglaublich schöne Sternenhimmel fast tagtäglich zu sehen, das hat man nicht überall und das sollte man definitiv zu schätzen wissen.



Montag, 13. April 2015

"A special kind of double"


(Auf dem Bild sind es leider nur noch 17, einer wurde schon verzehrt...)

„A sister can be seen as someone who is both ourselves and very much not ourselves. A special kind of double.“
Happy Birthday an die beste Gastschwester, die ich mir hätte wünschen können! Heute wird eine meiner besten Freundinnen hier und mittlerweile eben auch meine Schwester 18 Jahre alt. Ich muss wirklich sagen, ich bin echt froh, sie hier kennen gelernt zu haben.
Auch als ich noch in meiner alten Familie gewohnt habe, hab ich mich mit ihr wohl immer am besten verstanden, und gerade als ich eben die Probleme hatte, stand sie mir immer zur Seite und hat mir geholfen. Ich finde es teilweise wirklich schade, dass ich nicht von Anfang an hier bei dieser Familie gewohnt habe, aber vielleicht wäre unsere Freundschaft dann auch nicht so, wie sie jetzt ist.
Ich durfte den Tag heute netterweise zuhause verbringen, denn jetzt haben wir wieder B-Woche und eine ganze Menge Klausuren stehen an. Allerdings muss ich, wie letztes Mal auch, nicht alle mitschreiben. Demnach konnte ich mir die mündliche Rechtslehre-Prüfung heute sparen, die wahrscheinlich noch etwas zu schwierig für mich gewesen wäre. Was ich damit eigentlich sagen wollte, meine Gastschwester war dann also heute Morgen ganz normal aus dem Haus und ich konnte in der Zeit ein kleines zusätzliches Geschenk für sie zubereiten. Meine Gastschwester und ich sind in manchen Dingen sehr verschieden, was aber nicht heißt, dass das schlecht ist. Wie oben schon deutlich gemacht, verstehen wir uns super gut. Und gerade diese Unterschiede ergänzen uns irgendwie. Aber eine Sache haben wir beide auf jeden Fall gemeinsam – Wir lieben Schokolade! Und daher habe ich ihr 18 kleine Schokoladen-Gugelhupfe gebacken. Die Form hatte mir meine Mama letztens noch mit ein paar anderen Geschenken zugeschickt. Ich finde die Idee wirklich süß. Die Form ist von Tchibo und funktionierte auch erstaunlich gut. Ich hatte erst befürchtet, dass sich die einzelnen Hupfe nicht gut lösen lassen, aber das ging alles super. Obwohl ich die Form noch nicht mal eingefettet hatte (in der Gebrauchsanweisung stand, man braucht es nicht).

Da nun aber eben die ganzen Klausuren anstehen, müssen wir mit dem Feiern noch ein wenig warten. Aber ich freue mich schon total, denn in den nächsten Wochen haben viele meiner Freunde hier Geburtstag. Alle werden 18 (da merke ich wirklich, dass ich noch ein Jahr jünger bin, haha) und planen groß zu feiern. Das sind doch wirklich gute Aussichten für meine letzten Wochen hier, und zum Abschluss werde ich hoffentlich auch noch eine Abschiedsparty planen! 



Mittwoch, 18. März 2015

Zeit für ein neues Kapitel

Wenn ich mir die Bilder so angucke möchte ich am liebsten die Zeit nochmal ein paar Stunden zurück drehen und genau wieder dort oben auf dem Gipfel stehen und alle Sorgen für einen Moment vergessen.
Heute hatten wir von der Schule einen Ausflug. Man konnte entweder eine Wandertour machen oder Ski fahren gehen. Da ich die Tour aber bereits schon gemacht hatte (siehe hier) und meine Freunde sich auch alle für letzteres entschieden haben, ging es dann für mich also heute das 4. Mal in Norwegen auf die Piste. Sonst ging es so höchstens ein mal im Jahr in den Skiurlaub, hier in Norwegen waren es gleich mehrmals innerhalb von 4 Monaten. Aber so sind die Norweger halt und so bin auch ich ein kleines Stücken Norwegisch geworden. Man kann das heute wahrscheinlich gut mit einem Schulsportfest vergleichen. Wo wir in meiner Schule 1000 Meter rennen müssen, fährt man in Norwegen eben 1000 Meter in die Höhe und fährt im Slalom wieder runter. Allerdings denke ich, dass das heute erstmal das letzte Mal Ski fahren hier war, denn die Temperaturen schreiben hier schon so um die 10 Grad Celsius und die Sonne prallt nur so. Klar, in so einer Höhe sind es natürlich nochmal ein paar Grad kühler, aber der Schnee war trotzdem teilweise sehr weich. Aber ich freue mich, meinen vorerst letzten Skitag mit meinen Freunden verbracht haben, dem Winter jetzt endgültig adieu sagen und ein neues Kapitel aufschlagen zu können - dem Frühling!
Ich habe mich schon so lange drauf gefreut, endlos lange Wintertage gewartet, und endlich kann ich sagen, dass die für mich schönste Jahreszeit angefangen hat. Ich bin gar nicht mal so der Sommer-Typ, lieber angenehm warme Temperaturen, eine leichte Briese und der Duft von den langsam wieder aufwachenden Blumen. Nicht zu vergessen, die länger werdenden Tage! Ich muss ehrlich zugeben, ich habe es im Winter schon gespürt, dass es hier deutlich weniger hell war als zuhause in Deutschland. Ich war viel müder, schlapper und das Heimweh hat es auch nicht gerade positiv beeinflusst. Daher bin ich so froh, dass es hier mittlerweile schon um 6.00 Uhr hell wird und erst um 19.00  Uhr wieder dunkel. Meine Gastschwester meinte sogar mal, dass sie während des Midsommar um 4 Uhr Nachts draußen war und es so hell war wie um 12.00 Uhr mittags. Das ist schon etwas ungewoht, aber jetzt habe ich viel mehr Energie, nicht nur die Blumen sondern auch der Körper blüht auf, die dicken Jacken werden wieder für ein paar Monate weggehangen und gefüllt mit guter Laune freue ich mich jetzt auf meinen Frühling und Sommer in Norwegen!



Montag, 16. März 2015

"Aber genau das ist es!"



Hallo meine lieben Blogverfolger!
Ich war das Wochenende über noch etwas nördlicher als ich es eh schon bin. Ich war von Freitag bis Sonntag im wunderschönen Florø! Florø ist die westlichste Stadt Norwegens und hat um die 10.000 Einwohner. Das wäre in Deutschland wohl eine ziemlich Kleinstadt, ist für Norwegen aber relativ groß. Die Stadt an sich ist auch super schön, gemütlich, und wir hatten Traumwetter. Ich habe mich echt gefreut nochmal eine andere Ecke von Norwegen zu sehen. Im Herbst war ich ja in Oslo und jetzt ging es eben Richtung Norden. Obwohl mich auch das ganz nördliche Norwegen noch reizen würde – Tromsø, Hammerfest – vielleicht wird das ja nochmal was.


Wobei es zeitlich jetzt doch etwas eng wird. Sonntag geht es ja schon nach Berlin und Barcelona, ich habe Geburtstag und dann sind schon wieder Ferien und das Jahr schreibt schon April. Ich habe mittlerweile auch mein ungefähres Flugdatum und das ist heute genau in 100 Tagen! Das geht eindeutig zu schnell um gerade. Morgen sind es dann nur noch 99, dann ganz schnell 80, 50, 10, … und dann sitze ich schon wieder im Flieger nach Hause. Letztens hatte mich eine Freundin noch gefragt, ob ich mich eigentlich freue nach Hause zu fliegen oder ob ich es traurig finde hier weg zu gehen. Aber genau das ist es! Ich freue mich so unheimlich auf Zuhause. Wahrscheinlich so wie noch nie zuvor. Und bei dem Gedanken daran, dass es jetzt eben nur noch 100 Tage sind, kann ich es eigentlich kaum mehr abwarten. Es ist auf einmal so greifbar. Aber andererseits möchte ich diese letzten 100 Tage hier in Norwegen noch so schön wie möglich gestalten. Ich habe gerade angefangen mir hier ein Leben aufzubauen. Abgesehen davon, dass ich nach einem halben Jahr umgezogen bin, habe ich nun auf der Insel meinen Alltag gefunden. Die Menschen grüßen mich, kommen zu mir, wissen wer ich bin. Ich kenne mittlerweile alle Namen, ich weiß wo alle wohnen und ich weiß, dass mir immer die Türen bei ihnen offen stehen und ich herzlich willkommen bin. Ich freue mich schon wenn ich wieder hierher kommen werde, denn ich weiß, dass genau diese Türen noch immer für mich offen stehen werden. Ich finde es durchaus traurig mich von den Menschen hier wieder verabrschieden zu müssen, aber umso mehr wird auch dieses Kribbeln im Bauch, die Vorfreude darauf meine Familie bald endlich wieder in die Arme nehmen zu können. Aber genau so ist das wohl, wenn man zwei Zuhause hat.


Freitag, 27. Februar 2015

How to enjoy a rainy day

Hallo ihr Lieben!
Oh man, mein letzter Post ist schon wieder 1,5 Wochen her. Aktuell sind es nur noch 17 Wochen, das klingt wirklich unheimlich wenig für meinen Geschmack. Meine Ferien sind jetzt leider auch schon wieder fast vorbei. Was ich noch gar nicht erklärt hatte
, das hier waren die Winterferien. Ich musste da auch erstmal hinter kommen, aber das, was wir Winterferien nennen, sprich Weihnachten und Neujahr, sind hier in Norwegen die Weihnachtsferien. Und was Oster- und Herbstferien anbelangt, die sind auch alle nur eine Woche. Dafür gibt es aber 8 Wochen Sommerferien, von denen ich nur leider nichts haben werde, schade :D
Diese Ferien gingen wie gesagt viel zu schnell um, wobei ich gar nicht so viel gemacht habe. Das Wetter hat sich den Winterferien doch noch ganz gut angepasst, wo ich doch gerade dachte, dass der Frühling endlich da ist. Besonders gestern hat es den ganzen Tag in Strömen geregnet und gestürmt, ziemlich typisch norwegisch. Aber wir haben uns den Tag davon nicht vermiesen lassen. Wir sind gestern zu einem großen Centrum außerhalb von Bergen gefahren. Ich schätze mal, das ist auch so etwas typisch norwegisches, denn in diesem Centrum gab es einfach alles auf einem Platz. Geschäfte, Restaurants, Eislaufhalle, Schwimmbad, Bowling und noch einiges mehr. Und wir haben auch gefühlt fast alles gemacht.
Erst waren wir ein wenig Schlittschuhlaufen, danach in einem American Diner bowlen und essen und zum Abschluss noch ein wenig einkaufen. Das miese Wetter war somit ganz vergessen.
Die restlichen Tage bleiben aber eher entspannt, es gibt noch zwei Bücher, die für die Schule gelesen werden müssen, und das einfach-mal-nichts-tun muss ja auch ab und zu sein.
Ich hoffe, bei euch ist alles gut und wünsche euch ein entspanntes Wochenende :)