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Donnerstag, 11. Juni 2015
Mittwoch, 20. Mai 2015
50 INSPIRING QUOTES THAT WILL MAKE YOU WANT TO TRAVEL THE WORLD
Samstag, 16. Mai 2015
ON THE TOP!
I’m telling you it’s going to be worth it.
Umso mehr ich mich dem Ende
näher, desto stärker wird dieses Gefühl. Ich habe jetzt noch 39 Tage hier in
Norwegen in meinem Auslandsjahr und jetzt endlich habe ich realisiert wofür die
anderen 261 alle gut waren.
Ich genieße so sehr, dass sich das Wetter jetzt doch seit Donnerst so gebessert hat. Und vor allem gestern war es vergleichsweise richtig warm und die Sonne schien so intensiv den ganzen Tag. Und besser hätte ich ihn auch nicht nutzen können, als mit meiner Gastfamilie nach Bergen zu fahren.
Ich genieße so sehr, dass sich das Wetter jetzt doch seit Donnerst so gebessert hat. Und vor allem gestern war es vergleichsweise richtig warm und die Sonne schien so intensiv den ganzen Tag. Und besser hätte ich ihn auch nicht nutzen können, als mit meiner Gastfamilie nach Bergen zu fahren.
Ich hatte vor kurzem eine Art „What I want to do before I…“ Liste gemacht,
und zwar mit Dingen, die ich noch machen möchte bevor ich Norwegen wieder verlassen muss. Bergen, wer es nicht weiß, ist die
Stadt, die von sieben Bergen umgeben ist, und einer davon ist Fløyen (415 Meter über NN).
Wenn man direkt am Hafen bei der bekannten bunten Häuserreihe weiter Richtung
Starbucks geht und dann ein kleines Stück die Straße hoch, da kommt man direkt
zu der kleinen niedlichen Bahn, die einen gemütlich auf den Berg fährt. Man
kann natürlich (sportlich norwegisch) die ca. 60 Minuten mit einer Vielfalt von Routen hochlaufen, nur leider hatten wir dazu gestern nicht die nötige Zeit (und Lust).
Schnell war ich also auf der Aussichtsplattform angekommen – und perplex. Über den Dächern von Bergen, meiner Stadt hier in Norwegen, mit Ausblick gefühlt zur Unendlichkeit. Es war wieder wie so eine Art Höhepunkt dieses Jahres. Es war wie als wäre mein Auslandsjahr der Berg und die vergangenen 9 Monate der Aufstieg - mal mit leichten Pfaden, mal mit steinigen. Und dann war ich wortwörtlich auf dem Gipfel angekommen, mit tollstem Ausblick! Ich hätte mir keinen besseren Zeitpunkt aussuchen können, als gestern. Es hatte sich so richtig angefühlt dort oben zu stehen. Nur jetzt langsam muss ich mich wieder auf den Weg nach unten machen. Abschied nehmen. Es gab bereits schon ein paar Leute, die ich jetzt wahrscheinlich (vorerst) zum letzen Mal gesehen habe. Auch bei Bergen weiß ich nicht, wie oft ich dort noch hin fahren werde - spätestens in einem Monat (!) zum Flughafen.
Schnell war ich also auf der Aussichtsplattform angekommen – und perplex. Über den Dächern von Bergen, meiner Stadt hier in Norwegen, mit Ausblick gefühlt zur Unendlichkeit. Es war wieder wie so eine Art Höhepunkt dieses Jahres. Es war wie als wäre mein Auslandsjahr der Berg und die vergangenen 9 Monate der Aufstieg - mal mit leichten Pfaden, mal mit steinigen. Und dann war ich wortwörtlich auf dem Gipfel angekommen, mit tollstem Ausblick! Ich hätte mir keinen besseren Zeitpunkt aussuchen können, als gestern. Es hatte sich so richtig angefühlt dort oben zu stehen. Nur jetzt langsam muss ich mich wieder auf den Weg nach unten machen. Abschied nehmen. Es gab bereits schon ein paar Leute, die ich jetzt wahrscheinlich (vorerst) zum letzen Mal gesehen habe. Auch bei Bergen weiß ich nicht, wie oft ich dort noch hin fahren werde - spätestens in einem Monat (!) zum Flughafen.
Dafür haben wir meinen letzten Tag in der zweitgrößten Stadt Norwegens auch noch schön zu Ende gehen lassen, und zwar auf einer Kirmes. Die war zwar nicht so groß wie die in Deutschland, aber so direkt am Wasser, das hatte schon was. Vor allem aus dem "Riesen"-Rad hatte man nochmal einen schönen Blick über den Hafen.
Das Leben ist eben zu kurz, um die Zeit mit Dingen und Gedanken zu verschwenden, die einen nicht glücklich machen, und das habe ich jetzt endlich begriffen.
Das Leben ist eben zu kurz, um die Zeit mit Dingen und Gedanken zu verschwenden, die einen nicht glücklich machen, und das habe ich jetzt endlich begriffen.
Samstag, 9. Mai 2015
LIFE BEGINS AT THE END OF YOUR COMFORT ZONE
Nach der Resonanz meines letzten
Posts, der teilweise Unsicherheiten über ein eventuelles Auslandsjahr mit sich
gebracht hatte, geht es in diesem Post mal etwas genauer um das Thema Heimweh.
Ich persönlich hätte eigentlich
nie gedacht, dass ich ein Mensch bin, der Heimweh bekommen würde. Früher war
ich nie so eine, die sich auf einer Woche Klassenfahrt an der Nordsee heulend
in einer Ecke der Jugendherberge verkrochen hätte. Nachdem ich letzten Sommer
spontan einen Kurzurlaub in Norddeutschland verlängert habe, bin ich nach
Amsterdam gefahren und ganz alleine Abends um 22 Uhr wieder zurück. Hatte eine
Stunde Aufenthalt in Duisburg am Bahnhof und wurde dort von einem etwas
betrunkenem Jungen angequatscht, mit dem ich mich dann letztendlich aber sehr
amüsant über Schuhe unterhalten habe. Nach ein paar Tagen
in Freiburg saß ich auf dem Rückweg im Zug an einem Tisch mit 3 Senioren, die
mir ihre Lebensgeschichte erzählt haben, als eine von ihnen mir versehentlich
ihren Kaffee auf meine gerade neu gekauften weißen (!) Schuhe gekippt hatte. Die
Schuhe waren zwar im Eimer, aber die viel wertvollere Geschichte ist geblieben. Ich bin schon öfters alleine geflogen, oder mit dem Zug quer durch Deutschland gefahren. Ich komme gut und lange alleine klar und das war alles kein Problem für mich - Aber trotzdem war ich froh, als meine
Familie mich dann zuhause am Bahnhof abgeholt hatte und ich sie auch nach nur 5
Tagen weg von Zuhause wieder in die Arme schließen konnte.
Aber jetzt bin ich auf einer anderen Reise. Nicht nur einen Tag Sightseeing
in Amsterdam. Ich bin auch eigentlich gar nicht im Urlaub, ich bin in einem
„Sich-selber-neu-kennenlernen-Jahr“. Und dieses Jahr (ok, ca. 10 Monate) wäre
nicht das gleiche, oder würde vielleicht nicht so seinen Zweck für mich
erfüllen, wenn ich meine Familie und Freunde, meinen Alltag durchgehend bei mir
hätte. Das ist ja eben das, was dieses Jahr auch so bedeutend macht. Auf sich
allein gestellt sein, Gefühle zulassen, in dieses Chaos eine Ordnung bringen und zu lernen
sich selber besser zu verstehen. Und die Zitate aus dem letzten Post,
die etwas „betrübter“ waren, sind alle noch aus den ersten Monaten (wozu auch
eben beigetragen hat, dass es mit der Gastfamilie nicht mehr gut gelaufen ist).
Dort hatte ich öfters solche Heimwehtage. Und was ich da gemacht habe? Mich total
reingesteigert. War traurig. Aber das bringt nichts. Und das habe ich dann auch endlich gemerkt. Ich
habe angefangen diese Chance, quasi meine offene emotionale Wunde zu
untersuchen, zu nutzen und in mich selber reinzuforschen. Das hatte ich ja letztens schon
mal angesprochen, dass man oft Gefühle einfach stärker, eben extremer erlebt
als sonst. Aber genau das ist der Punkt. Dort wirst du dich selbst von einer
ganz anderen Seite kennenlernen. Deine Person selbst „analysieren“ können und die
Möglichkeit haben nachzufragen. Was fehlt
mir eigentlich, warum habe ich überhaupt Heimweh? Was genau will ich denn eigentlich? Man
hat nicht oft die Gelegenheit sich selber so gegenüber zu stehen. Life begins at the end of your comfort zone. Diese Gefühle, die du haben wirst, die hat man nicht so oft so extrem in seinem gewohnten Umfeld zuhause. Die hat man wenn man frei unterwegs ist und auf Reisen geht. Und Heimweh gehört eben dazu, weil du genau dadurch vieles merkst, du lernst viel und es zeigt dir viel. Und im Nachhinein war ich dankbar, dass ich eben so in meine Gefühle gehen konnte und damit nun quasi weiter an mir arbeiten kann. Diese Wochen
und Monate, die ich jetzt weg war, haben mir definitiv einiges über mich selber
verraten.
Vor allem die Tage in Berlin
waren für mich sehr von Bedeutung. Auf einmal war ich wieder zurück in
Deutschland. Konnte ein wenig Revue passieren lassen, fühlen und schauen, wie
sich Deutschland jetzt für mich anfühlt. Wer es von euch nicht weiß, bevor ich
weggegangen bin hatte ich alles ziemlich satt. Vielleicht war es auch nicht nur
die Stadt an sich, sondern generell mein Leben, die Leute, die Schule. Ich
wollte gehen. Und das alleine. Und jetzt, aber erst nachdem ich eben diese
Reise gemacht habe, weiß ich, dass ich belieben will. Ich habe nach wie vor
große Reiseziele, werde hoffentlich in geraumer Zeit auch mal andere Kontinente
in Angriff nehmen. Ich möchte noch unendlich viel mehr reisen, aber ich bin mir
zumindest jetzt ziemlich sicher, dass ich mich später irgendwo im deutsch
sprachigen Raum niederlassen möchte.
„Fernweh“ und „Heimweh“ haben eine völlig neue Bedeutung für mich bekommen. Meinen Alltag & diese Routine, von der ich ja eigentlich gerade weg wollte, der ich "entfliehen" wollte, ist mit das was ich am meisten hier vermisse. Verrückt oder? Wie verändernd so eine kurze Zeit sein kann.
Dienstag, 5. Mai 2015
BUT I DO REMEBER MOMENTS. FOR EVER.
Und ich habe jeden Tag dokumentiert. Habe jeden Abend in mein hellblaues
Auslandstagebuch geschrieben. Mal kurz gefasst, mal ausführlicher. Mal in
Schönschrift und mal hat sich die Müdigkeit in meiner Handschrift deutlich zum
Ausdruck gebracht.
Ich bin die letzten Tage etwas durch meinen Blog, meine ersten Einträge und
eben auch mein Tagebuch geforscht. War das wirklich ich, die diese Zeilen
geschrieben hat? Ja. Aber ich habe mich verändert. Allein schon die Art und
Weise wie ich schreibe ist irgendwie anders. Erwachsener. Wie ängstlich ich die
ersten Tage durch die Schule geschlichen bin und wie ich jetzt durch die Gänge
stolziere, mit meinen neuen Freunden an der Seite und mit einem Lächeln im
Gesicht. Ein echtes Lächeln, nicht dieses vorgespielte, das nur meine
Unsicherheit überdecken sollte.
Ich bin wirklich froh, dass ich alles aufgeschrieben habe. Wobei alles
längst noch nicht genug ist. All die Momente, die Erlebnisse, sind
Erinnerungen. Man kann sie versuchen festzuhalten, aber selbst in Worten
niedergeschrieben können sie nicht wiedergeben, wie es wirklich war.
Vergangenheit. Aber dennoch wird man nie
vergessen, wie man sich in diesen Momenten gefühlt hat.
Der Abflug, damit hat für mich alles angefangen. Samstag, 30. August 2014.
„Ich konnte ja bereits seit Mittwoch nicht mehr
schlafen, aber die Nacht von Freitag auf Samstag war noch aufregender."
„... um drei Uhr Nachts habe ich
mein Zuhause dann also verlassen, für ein Jahr."
„Ich hatte mir das ja alles
irgendwie etwas anders vorgestellt. Ein letztes Mal umarmt werden, von den
wichtigsten Menschen überhaupt. Es tat so gut, aber irgendwann mussten wir uns
ja wieder loslassen. Und dann hieß es ab hinter die Glasscheibe. Wir haben uns
bis es nicht mehr ging zugewinkt. Die
letzten Küsse in die Luft geworfen. Und dann waren wir getrennt. Meine Familie
ist wieder nach Hause gefahren, und ich wäre eigentlich am liebsten gleich
wieder mitgekommen. Stattdessen war ich alleine. Das war so ein komisches
Gefühl."
„Wochenende, und ich kann es
eigentlich kaum glauben, denn das heißt dann wohl auch, dass ich jetzt schon
seit einer Woche hier bin, und schon eine Woche meines Auslandsjahres um ist!
Alles ist so neu und aufregend, da merkt man gar nicht wie die Zeit vorbei
fliegt!" (Eine Woche, das ist so unglaublich wenig.)
„Mit diesem tollen Ausblick bin
ich dann also heute Morgen aufgewacht. Allerdings hat es die ganze Nacht in
Strömen geregnet und bis jetzt hat sich da auch nichts dran geändert, aber
daran ist man ja hier gewöhnt. Deswegen gab es auch keine Gnade und wir sind
auch in diesem strömenden Regen raus aufs Boot."
„Heute war der erste Tag an dem
ich wirklich so richtig zurück zuhause sein wollte. Ich habe bisher nicht
geweint oderso, aber ich vermisse alles gerade. Aber das ist bestimmt nur eine Phase, die geht wieder
vorbei."
„Es ist schön zu wissen, dass es
Leute gibt, die sich um einen kümmern."
Wie aufgeregt ich war, als
wirklich schon 50 Tage um waren. Jetzt sind mir nur noch 50 geblieben. „Tag 49
stand da auf einmal. Da ist doch irgendwas falsch. Aber es stimmt wirklich. Ich
befinde mich jetzt schon seit heute dann genau 50 Tagen auf norwegischem Boden.
Vor genau 50 Tagen bin ich ganz früh morgens das letzte Mal für eine so lange
Zeit in meinem geliebten deutschen Bett aufgewacht, habe mich mit gepackten Koffern
zum Flughafen begeben, mich von meiner Familie verabschieden müssen und bin
ganz fix mal eben 1460 km weg geflogen. Wurde dann von ein paar fremden Leuten
empfangen, die ich bald meine "neue Familie" nennen würde und bin
dann abends völlig kaputt in einer typisch norwegischen Hütte in den Bergen
eingeschlafen. Und ja, so einfach geht das. Und seitdem sind jetzt genau 50
Tage vergangen."
„Und irgendwie ist es sogar viel besser als ich erwartet hatte."
So schnell verflog die Zeit dann
auch weiter. „die Hälfte meines Auslandsjahres hier in Norwegen ist um! Heute
ist Tag 150, in 150 weiteren sitze ich schon fast wieder im Flieger zurück nach
Deutschland."
„Da habe ich erstmal gemerkt, wie
sehr mir das gefehlt hat."
„Also es war zwar echt
anstrengend, aber super schön!"
Und das letzte Zitat fasst es nochmal perfekt zusammen. Ich weiß, einige
klingen vielleicht etwas negativ und betrübt, ich muss eben auch zugeben, dass es
nicht immer einfach war. Es war anstrengend.
Aber jetzt im Nachhinein war es das wert. Und es gibt eben weitaus mehr schöne,
bereichernde Momente, die ich besonders in Erinnerung
behalten werde! :)
Montag, 27. April 2015
Was ich anders machen würde, wenn ich nochmal die Chance hätte
Never refuse an invitation, never resist the unfamiliar,
never fail to be polite and never outstay the welcome.
Just keep your mind open and suck in the experience.
And if it hurts, you know what? It’s probably worth it
Richard – The Beach
Ein Austauschschüler zu sein ist wirklich nicht immer einfach! Es ist harte
Arbeit, treibt einen gelegentlich in den Wahnsinn und sorgt für einige
emotionale Zusammenbrüche. Manchmal fragt man sich, wieso man das ganze
überhaupt macht, und vergisst dabei, was für eine tolle Erfahrung das
eigentlich ist.
Ich würde es generell jedem empfehlen, der die nötige Abenteuerlust und die
Möglichkeiten hat. Habt ihr schon mal
darüber nachgedacht, einfach für eine Zeit abzuhauen?
„Exchange isn’t
a year in your life, it’s a life in a year“. Es ist also nicht nur ein kurzer Abschnitt, sondern es
ist ein eigenes Leben. Eine Chance einmal wer anderes zu sein, sich neu zu
finden. Ein zweites, neues Leben aufbauen, in einem anderen Land und mit
anderen Menschen. Und es liegt an uns selbst, dieses Leben so toll wie nur
möglich zu gestalten. Ich hätte es selbst früher nicht gedacht, aber es gibt ein
paar Dinge, die ich jetzt anders machen würde, mir mehr zu Herzen nehmen würde.
Aber es ist eben ein Prozess und einige Dinge werden einem erst klar, wenn es
schon fast wieder zu Ende ist.
Man sieht also, ein Auslandsjahr ist kein Jahr Urlaub und es ist nicht
perfekt. Es werden die einen oder anderen Probleme auf einen zukommen, aber man
wird gerade dadurch und mit ihnen wachsen. Den perfekten Austauschschüler gibt
es ebenso wenig, aber es gibt ein paar Dinge, Tipps, die ich zukünftigen Reisenden
ans Herz legen möchte, und manche würde ich selber anders/besser machen wollen,
wenn ich noch einmal die Chance dazu hätte.
Just do it!
Egal ob deine Gastmutter dich fragt mit einkaufen zu gehen oder die Gastoma
dir einen ihrer selbstgemachten Kekse anbietet – mach es, probier‘ es, geh mit!
Versuch einfach zu allem „Ja“ zu
sagen. Es sind auch die kleinen Dinge, die einem Erfahrungen bereiten.
Lerne die Sprache
Natürlich wird keiner von Anfang an verlangen, dass du die Sprache perfekt
sprichst. Das wäre ja irgendwo langweilig und du bist ja gerade da, um diese zu
lernen. Aber umso mehr du dich damit beschäftigst, desto schneller geht es
eben. Gerade wenn nach der Anfangsaufregung über den neuen Austauschschüler
alle wieder ihrem Alltag nachgehen, musst DU mehr aus dir heraus kommen und auf
andere zugehen. Und glaub‘ mir, alle werden sich freuen, wenn du sie in ihrer
Muttersprache und nicht auf Englisch ansprichst!
Trau‘ dich
So kommen wir schon zum nächsten Punkt. Ich habe mich schon das ein oder
andere Mal geärgert, dass Menschen nicht auf mich zukamen. Hatte das Gefühl,
dass niemand mit mir sprechen möchte oder sogar Angst sie mögen mich nicht. Aber
dann ist mir klar geworden, es ist nicht ihr Auslandsjahr, es ist meins. Die
haben alle ihre Freunde, ihre Familie, ihren Alltag. Ich bin die, die sich
integrieren und auf andere zu gehen muss. Also fragt einfach mal, ob jemand
Lust hat etwas zu unternehmen, geht auf eure (neuen) Mitmenschen zu, unternimmt
was, habt Spaß!
Die Gastfamilie
Gerade wenn man noch nicht so viele Freunde gefunden hat, ist die
Gastfamilie wohl der wichtigste Standpunkt für dich in deinem Gastland. Egal wie
komisch ihre Angewohnheiten auch scheinen mögen, diese sind die Menschen, die
dich in ihrem Zuhause aufgenommen haben. Es ist kein Hotel, es ist eine ganz
normale Familie, wie deine eigene auch.
Sag, wenn du dich nicht
wohlfühlst
Der einzige Weg ein Problem zu lösen, ist der es auszusprechen. Wenn du
dich nicht wohlfühlst oder irgendetwas dich wirklich stört, gerade was dein „Zuhause“
betrifft, dann musst du es sagen, anders wird es sich nicht ändern. Ich kann
ganz ehrlich zugeben, dass ich in meiner ersten Familie ein paar Probleme hatte
und im Nachhinein hätte ich gerne eher etwas unternommen. Andererseits kannst
du natürlich nicht verlangen, dass die Familie oder die einzelnen Personen sich
grundlegend ändern, aber du kannst ja eben die Familie wechseln. Ich hätte
ehrlich gesagt nie gedacht, dass mir das passieren würde, aber letztendlich war
es gar nicht schlimm! Denkt immer daran, ihr seid eben nur für eine bestimmte
Zeit in diesem Land und ihr wollt so viel wie nur möglich davon mitnehmen. Und
wenn ihr euch nicht wohlfühlt, dann müsst ihr was ändern, aber habt keine Angst
davor!
Verbringe nicht zu viel Zeit
online und @home
Das ist auch so eine Sache, die mit dem vorigen zusammen hängt und ja, es
ist wirklich nicht so einfach hier die nötige „Balance“ zu finden. Es war erst
letztens, dass meine Schwester mir geschrieben hat „Von dir hört man ja auch
nichts mehr“. Und das stimmte wohl, zumindest hatte ich mich seit knapp einer
Woche nicht mehr gemeldet. Aber zu anderen Zeiten saß ich auch mal zwei Stunden
vorm Laptop und habe mit einer Freundin geskypt. Und das ist auch schön so.
Aber man sollte es eben nicht übertreiben. Sage eben „ja“ zu allem. Und wenn deine Familie oder Freunde etwas unternehmen
wollen, dann geh selbstverständlich mit, anstatt zuhause nur bei WhatsApp
rumzusitzen. Zumal der Kontakt zu Freunden und Familie nach Hause das Heimweh
auch manchmal noch schlimmer machen kann!
Sei offen für Neues
Ich erinnere mich noch gut, wie oft ich manche Dinge als “komisch” oder “neu”
angefunden habe. Auch jetzt, wo ich mich eigentlich an so einiges gewöhnt haben
solllte, finde ich manches immer noch total ungewohnt. Aber eigentlich ist es ja
genau das, was ich wollte. Neue Welten entdecken, andere Sichtweisen erforschen, und
meinen Horizont erweitern. Unterschiedliche Kulturen kennenlernen, Barrieren durchbrechen, anstatt zu urteilen.
Nie aufhören zu fragen
Dieser Punkt geht auch damit einher. Dinge ansprechen, aussprechen und
fragen! Ich kam mir teilweise wirklich selber nervig vor, so oft wie ich etwas
fragen musste. Teilweise immer wieder aufs
Neue. Aber wisst ihr was? Es stört niemanden. Meine
Erfahrungen sind sogar, dass die anderen es eher immer für gut befunden haben,
dass ich eben nachfrage, nachhake, mich für ihre Kultur interessiere. Es ist
doch auch viel spannender die Leute vor Ort „auszufragen“ und die Dinge mal ein
wenig zu analysieren, verstehen wieso es manche Traditionen gibt, wieso dieser
Berg so und so heißt etc…
Fehler und Fettnäpfchen
Es ist noch nie ein Meister vom Himmel gefallen. Man muss, wie gesagt, sich an neue Dinge gewöhnen und das
braucht Zeit. Teilweise trete ich noch immer in die gleichen Fettnäpfchen, aber
andere kann ich mit Bravour umgehen. Manchmal war es mir persönlich peinlich,
aber die anderen hat es eigentlich gar nicht gestört, es sind sogar tolle
Insider und witzige Erinnerungen daraus geworden, über die wir heute noch
lachen. Außerdem sind Fehler eben auch Erfahrungen, und es ist immer besser es
zu probieren, auch wenn es schief geht, als
es erst gar nicht zu versuchen.
Nichts ist perfekt
Ich muss schon zugeben, ich hätte mir mein Leben vor einem Jahr bestimmt
nicht so vorgestellt, wie es jetzt ist. Momentan ist alles eigentlich ziemlich
gut, aber es gab und gibt auch immer noch ab und zu Tagen und Phasen, da ist es
nicht so. Aber das hat nicht unbedingt etwas mit meinem Auslandsjahr zu tun. Es
ist eben kein 5-Sterne-Urlaub. Genauso ist es auch nicht zuhause. Das Leben hat
Höhen und Tiefen, und so hat auch dieses Jahr gute und weniger gute Zeiten, nur
das man im Auslandsjahr die Gefühle oft extremer erlebt. Aber am Ende wird man
dankbar sein, für alles was man erleben durfte!
Nicht aufgeben!
Und das ist wohl das Wichtigste. Wenn ihr Glück habt, bleibt euch das
erspart, aber der Großteil aller Austauschschüler kommt mal an den Punkt, wo
man am liebsten einfach seine Koffer wieder packen und in den nächsten Flieger
nach Hause fliegen wollen würde. Zuhause ist so toll und alles scheint viel
besser als je zuvor! Keine Probleme mit der Sprache, nah bei deinen Freunde und
Familie, dein Lieblings Essen. Man wird wieder an den Punkt kommen und alles in
Frage stellen. War es das wert, wieso bin ich nicht in ein anderes Land, in
eine andere Stadt. Jeder wird die einen oder andere Probleme haben, größere
oder kleinere. Wenn es so einfach wäre, dann würde es jeder machen. Tut es aber
nicht, denn so eine Zeit im Ausland ist verdammt nochmal nicht leicht. Aber die
schlechten Zeiten gehen vorüber und die Guten werden überwiegen. Aber auch
gerade von den „negativen“ Ereignissen wird man so viele gute Erfahrungen fürs
ganze Leben schöpfen!
Das war jetzt wieder ein ziemlich langer und intensiver Text. Aber da ich
jetzt schon öfters gefragt wurde, wie das eigentlich so ist, dachte ich mal
einen Beitrag darüber zu schreiben und hoffe, ich kann den einen oder anderen
motivieren, auch auf so eine wunderbare Reise zu gehen! :)
Freitag, 10. April 2015
Das Gefühl, endlich angekommen zu sein
Nachdem ich mit den Reviews zu meinem Berlin / Barcelona Trip den Blog ein
wenig hinterher hängen lassen habe, habe ich ganz vergessen euch etwas zu
erzählen. Und zwar habe ich meinen Geburtstag nicht nur in Spanien gefeiert.
Aber ich fange mal von vorne an.
Wir hatten nach unserer Fahrt zum Glück erst
einmal eine Woche Osterferien. Die letzte Woche war für uns alle anstrengend,
wir sind viel gelaufen, haben viel gesehen und hatten eindeutig zu wenig Schlaf
abbekommen. Nachdem wir Sonntag erst abends wieder in Bergen ankamen hatte ich
mir eigentlich vorgenommen den Montag ziemlich entspannt zu gestalten… was er
letztendlich aber nicht gewesen ist! Irgendwann um den Nachmittag herum hat
mich meine kleine Gastschwester auf einmal gefragt, ob ich nicht Lust hätte mit
ihr Pizza zu backen. Ich habe natürlich ja gesagt, aber mich schon ein wenig
gewundert, dass es so viel war, wo doch nur wir drei Mädels zuhause waren. Sie
meinten dann, dass wir die Reste verwahren können für einen anderen Tag, und
ich habe mir weiter keine Gedanken gemacht. Eine Weile später, als ich gerade wieder
schläfrig in meinem Bett lag, klopfte auf einmal meine ältere Gastschwester an
die Tür. „Pauline, hast du gerade Zeit?
Kann ich reinkommen? „Klar, ich habe
gerade eh nichts zu tun“, antwortete ich ohne einen blassen Schimmer. Sie
öffnete langsam die Tür, schlich sich in mein Zimmer und hatte ihr breitestes
Grinsen auf dem Gesicht. „Du hast Besuch“.
Und in dem Moment kamen all die Mädels hier von der Insel in mein Zimmer gestürmt.
„Happy
Birthday!“ Ich war einfach nur perplex. Ich habe eine Geburtstagsüberraschungsparty bekommen! Klingelte
es auf einmal in meinem Kopf. Die große Menge an Pizza hatte ich also
letztendlich für meine eigene Party gebacken und in der Zeit, wo ich mit meiner
kleinen Gastschwester in der Küche war, konnte meine ältere ungestört alles
vorbereiten. Abends kamen dann noch ein paar mehr Leute dazu und ich war
einfach glücklich. Ich hatte wirklich das Gefühl, endlich hier angekommen zu
sein, und solche Menschen gefunden zu haben. Ich habe teilweise immer noch ein
kleines Kribbeln im Bauch, wenn ich an meinen nachträglichen Geburtstag hier in
Norwegen zurück denke.
Und gestern war auch nochmal so ein Tag, an dem ich endlich das Gefühl
hatte, es geschafft zu haben. Ich hatte gestern mit meiner Fußballmannschaft
ein Spiel. Es ist das erste Mal, dass ich in einem Fußballverein bin und auch
mein erstes Fußballturnier. Ich muss zugeben, ich hatte schon etwas Angst, die
anderen spielen alle in dem Verein seit sie klein sind, ich erst seit ein paar
Wochen. Aber mal wieder hätte ich mir gar nicht solche Sorgen machen müssen.
Letztendlich haben wir 7:0 gewonnen und ich habe zwei der Tore vorbereitet.
Dieser Moment, als der Schiedsrichter das Spiel abgepfiffen hat und wir alle
auf einander zu gerannt sind, uns umarmt, getanzt und unseren Sieg gefeiert
haben. Da war ich nicht die Austauschschülerin, die erst vor ein paar Wochen
dazu gekommen ist, ich war ein Teil des Teams. Ich war endlich angekommen.
Montag, 16. März 2015
"Aber genau das ist es!"

Hallo meine lieben Blogverfolger!
Ich war das Wochenende über noch etwas nördlicher als ich es eh schon bin. Ich war von Freitag bis Sonntag im wunderschönen Florø! Florø ist die westlichste Stadt Norwegens und hat um die 10.000 Einwohner. Das wäre in Deutschland wohl eine ziemlich Kleinstadt, ist für Norwegen aber relativ groß. Die Stadt an sich ist auch super schön, gemütlich, und wir hatten Traumwetter. Ich habe mich echt gefreut nochmal eine andere Ecke von Norwegen zu sehen. Im Herbst war ich ja in Oslo und jetzt ging es eben Richtung Norden. Obwohl mich auch das ganz nördliche Norwegen noch reizen würde – Tromsø, Hammerfest – vielleicht wird das ja nochmal was.
Wobei es zeitlich jetzt doch etwas eng wird. Sonntag geht es ja schon nach Berlin und Barcelona, ich habe Geburtstag und dann sind schon wieder Ferien und das Jahr schreibt schon April. Ich habe mittlerweile auch mein ungefähres Flugdatum und das ist heute genau in 100 Tagen! Das geht eindeutig zu schnell um gerade. Morgen sind es dann nur noch 99, dann ganz schnell 80, 50, 10, … und dann sitze ich schon wieder im Flieger nach Hause. Letztens hatte mich eine Freundin noch gefragt, ob ich mich eigentlich freue nach Hause zu fliegen oder ob ich es traurig finde hier weg zu gehen. Aber genau das ist es! Ich freue mich so unheimlich auf Zuhause. Wahrscheinlich so wie noch nie zuvor. Und bei dem Gedanken daran, dass es jetzt eben nur noch 100 Tage sind, kann ich es eigentlich kaum mehr abwarten. Es ist auf einmal so greifbar. Aber andererseits möchte ich diese letzten 100 Tage hier in Norwegen noch so schön wie möglich gestalten. Ich habe gerade angefangen mir hier ein Leben aufzubauen. Abgesehen davon, dass ich nach einem halben Jahr umgezogen bin, habe ich nun auf der Insel meinen Alltag gefunden. Die Menschen grüßen mich, kommen zu mir, wissen wer ich bin. Ich kenne mittlerweile alle Namen, ich weiß wo alle wohnen und ich weiß, dass mir immer die Türen bei ihnen offen stehen und ich herzlich willkommen bin. Ich freue mich schon wenn ich wieder hierher kommen werde, denn ich weiß, dass genau diese Türen noch immer für mich offen stehen werden. Ich finde es durchaus traurig mich von den Menschen hier wieder verabrschieden zu müssen, aber umso mehr wird auch dieses Kribbeln im Bauch, die Vorfreude darauf meine Familie bald endlich wieder in die Arme nehmen zu können. Aber genau so ist das wohl, wenn man zwei Zuhause hat.
Ich war das Wochenende über noch etwas nördlicher als ich es eh schon bin. Ich war von Freitag bis Sonntag im wunderschönen Florø! Florø ist die westlichste Stadt Norwegens und hat um die 10.000 Einwohner. Das wäre in Deutschland wohl eine ziemlich Kleinstadt, ist für Norwegen aber relativ groß. Die Stadt an sich ist auch super schön, gemütlich, und wir hatten Traumwetter. Ich habe mich echt gefreut nochmal eine andere Ecke von Norwegen zu sehen. Im Herbst war ich ja in Oslo und jetzt ging es eben Richtung Norden. Obwohl mich auch das ganz nördliche Norwegen noch reizen würde – Tromsø, Hammerfest – vielleicht wird das ja nochmal was.
Wobei es zeitlich jetzt doch etwas eng wird. Sonntag geht es ja schon nach Berlin und Barcelona, ich habe Geburtstag und dann sind schon wieder Ferien und das Jahr schreibt schon April. Ich habe mittlerweile auch mein ungefähres Flugdatum und das ist heute genau in 100 Tagen! Das geht eindeutig zu schnell um gerade. Morgen sind es dann nur noch 99, dann ganz schnell 80, 50, 10, … und dann sitze ich schon wieder im Flieger nach Hause. Letztens hatte mich eine Freundin noch gefragt, ob ich mich eigentlich freue nach Hause zu fliegen oder ob ich es traurig finde hier weg zu gehen. Aber genau das ist es! Ich freue mich so unheimlich auf Zuhause. Wahrscheinlich so wie noch nie zuvor. Und bei dem Gedanken daran, dass es jetzt eben nur noch 100 Tage sind, kann ich es eigentlich kaum mehr abwarten. Es ist auf einmal so greifbar. Aber andererseits möchte ich diese letzten 100 Tage hier in Norwegen noch so schön wie möglich gestalten. Ich habe gerade angefangen mir hier ein Leben aufzubauen. Abgesehen davon, dass ich nach einem halben Jahr umgezogen bin, habe ich nun auf der Insel meinen Alltag gefunden. Die Menschen grüßen mich, kommen zu mir, wissen wer ich bin. Ich kenne mittlerweile alle Namen, ich weiß wo alle wohnen und ich weiß, dass mir immer die Türen bei ihnen offen stehen und ich herzlich willkommen bin. Ich freue mich schon wenn ich wieder hierher kommen werde, denn ich weiß, dass genau diese Türen noch immer für mich offen stehen werden. Ich finde es durchaus traurig mich von den Menschen hier wieder verabrschieden zu müssen, aber umso mehr wird auch dieses Kribbeln im Bauch, die Vorfreude darauf meine Familie bald endlich wieder in die Arme nehmen zu können. Aber genau so ist das wohl, wenn man zwei Zuhause hat.
Montag, 9. Februar 2015
"Exchange is Change"
Hallo ihr Lieben. Einen schönen Montag Morgen euch, hoffentlich habt ihr einen guten Start in die neue Woche. Das hier heute ist ein etwas emotionaler Post, zumindest für mich. Ich bin bei Facebook in einer Gruppe. Einer Gruppe von Exchange Students. Und in dieser Gruppe dreht sich alles um unseren Austausch, wie lange und wo auch immer, wenn wir Probleme haben, Hilfe und Rat brauchen oder um schöne oder lustige Erinnerungen zu teilen. Ich bin da allerdings, um ehrlich zu sein, gar nicht so aktiv. Ich habe weder was gepostet, geteilt, oder sonstiges, aber ich lese mir immer gerne die Geschichten und Erfahrungen der anderen durch. Ein Mädchen hat letztens diesen Text hier gepostet. Sie hat ihn selber nicht geschrieben, ich weiß auch nicht vom wem er ist, aber dieser jemand hat so Recht. Ich persönlich finde diesen Text richtig gut. Ich lese mir ihn in letzter Zeit ständig durch, und konnte das ein oder andere mal echt fast anfangen zu weinen. Einfach so. Nun wollte ich diesen Text auch gerne mit euch teilen. Er ist einfach so wahr.
"Exchange is change. Rapid, brutal, beautiful, hurtful, colourful, amazing, unexpected, overwhelming and most of all constant change. Change in lifestyle, country, language, friends, parents, houses, school, simply everything.
Exchange is realizing that everything they told you beforehand is wrong, but also right in a way.
Exchange is going from thinking you know who you are, to having no idea who you are anymore to being someone new. But not entirely new. You are still the person you were before but you jumped into that ice cold lake. You know how it feels like to be on your own. Away from home, with no one you really know. And you find out that you can actually do it.
Exchange is thinking. All the time. About everything. Thinking about those strange costumes, the strange food, the strange language. About why you’re here and not back home. About how it’s going to be like once you come back home. How that girl is going to react when you see her again. About who’s hanging out where this weekend. At first who’s inviting you at all. And in the end where you’re supposed to go, when you’re invited to ten different things. About how everybody at home is doing. About how stupid this whole time-zone thing is. Not only because of home, but also because the tv ads for shows keep confusing you.
Thinking about what’s right and what’s wrong. About how stupid or rude you just were to someone without meaning to be. About the point of all this. About the sense of life. About who you want to be, what you want to do. And about when that English essay is due, even though you’re marks don’t count. About whether you should go home after school, or hang out at someone’s place until midnight. Someone you didn’t even know a few months ago. And about what the hell that guy just said.
Exchange is people. Those incredibly strange people, who look at you like you’re an alien. Those people who are too afraid to talk to you. And those people who actually talk to you. Those people who know your name, even though you have never met them. Those people, who tell you who to stay away from. Those people who talk about you behind your back, those people who make fun of your country. All those people, who aren’t worth your giving a damn. Those people you ignore.
And those people who invite you to their homes. Who keep you sane. Who become your friends.
Exchange is music. New music, weird music, cool music, music you will remember all your life as the soundtrack of your exchange. Music that will make you cry because all those lyrics express exactly how you feel, so far away. Music that will make you feel like you could take on the whole world. And it is music you make. With the most amazing musicians you’ve ever met. And it is site reading a thousand pages just to be part of the school band.
Exchange is uncomfortable. It’s feeling out of place, like a fifth wheel. It’s talking to people you don’t like. It’s trying to be nice all the time. It’s bugs.. and bears. It’s cold, freezing cold. It’s homesickness, it’s awkward silence and its feeling guilty because you didn’t talk to someone at home. Or feeling guilty because you missed something because you were talking on Skype.
Exchange is great. It’s feeling the connection between you and your host parents grow. It’s knowing in which cupboard the peanut butter is. It’s meeting people from all over the world. It’s having a place to stay in almost every country of the world.
It’s cooking food from your home country and not messing up. It’s seeing beautiful landscapes that you never knew existed.
Exchange is exchange students. The most amazing people in the whole wide world. Those people from everywhere who know exactly how you feel and those people who become your absolute best friends even though you only see most of them 3 or 4 times during your year. The people, who take almost an hour to say their final goodbyes to each other. Those people with the jackets full of pins. All over the world.
Exchange is falling in love with this amazing, wild, beautiful country. And with your home country.
Exchange is frustrating. Things you can’t do, things you don’t understand. Things you say, that mean the exact opposite of what you meant to say. Or even worse…
Exchange is understanding.
Exchange is unbelievable.
Exchange is not a year in your life. It’s a life in one year.
Exchange is nothing like you expected it to be, and everything you wanted it to be.
Exchange is the best year of your life so far. Without a doubt. And it’s also the worst. Without a doubt.
Exchange is something you will never forget, something that will always be a part of you. It is something no one back at home will ever truly understand.
Exchange is growing up, realizing that everybody is the same, no matter where they’re from. That there is great people and douche bags everywhere. And that it only depends on you how good or bad your day is going to be. Or the whole year.
And it is realizing that you can be on your own, that you are an independent person. Finally. And it’s trying to explain that to your parents.
Exchange is dancing in the rain for no reason, crying without a reason, laughing at the same time. It’s a turmoil of every emotion possible.
Exchange is everything. And exchange is something you can’t understand unless you’ve been through it!"
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