Posts mit dem Label Exchange Students werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Exchange Students werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 5. Juli 2015

NEUER TREND? FOTOBÜCHER!


Heute befinde ich mich also seit genau 10 Tagen wieder in Deutschland. 10 Tage klingen eigentlich ziemlich wenig, aber doch ist relativ viel passiert. Unter anderem ist gestern ein von mir sehr ersehntes Paket angekommen.

Leider bin ich physisch nicht mehr ganz im hohen Norden, aber ein kleines Stückchen seelisch auf jeden Fall. Vor allem jedes Mal wenn ich mein neues lieblings Buch durchblätter.

Donnerstag, 2. Juli 2015

EINE WOCHE IST ES HER...


Hallo, meine lieben Blogverfolger!

Ich bin jetzt also seit heute genau einer Woche wieder zuhause in Deutschland! Schon verrückt irgendwie. Nach 10 Monaten "wo anders leben" ist man einfach wieder zurück, fast als wäre man nie weg gewesen. So fühlt es sich tatsächlich an.

Mittwoch, 24. Juni 2015

ALMOST A YEAR HAS PASSED...




Es ist schon komisch wie schnell so ein Jahr voranschreitet und es dann plötzlich einfach so vorbei sein soll. Das hier ist jetzt also mein letzter Eintrag auf norwegischem Boden auf diesem Blog, der mich in meinem Jahr in Norwegen begleitet hat und auch euch ein Stück weit mitgenommen hat auf diese Reise. Ganze 89 Einträge dokumentieren nun ein Stück weit mein Leben hier in Norwegen und jetzt soll das hier mit einfach so beendet werden? Was schreibt man denn in solch einen Eintrag?

Donnerstag, 18. Juni 2015

GEFÜHLSCHAOS



Irgendwie ein komisches Gefühl, dass das hier jetzt schon einer der letzten Posts ist, den ich auf norwegischem Boden verfasse. Natürlich war mir bewusst, dass ich irgendwann zurückkommen muss und werde, aber jetzt, wo es einfach nur noch ein paar Tage sind, kann ich das noch gar nicht so ganz begreifen.

Donnerstag, 11. Juni 2015

HOW AN EXCHANGE YEAR CAN HAVE A POSITIVE INFLUENCE ON YOUR FUTURE



Für eine Zeit ins Ausland zu gehen hat wirklich viele Vorteile. Zum einen hat man natürlich eine andere Sprache gelernt oder verbessert, aber vor allem liegt es auch daran, dass sich die Persönlichkeit einfach weiterentwickelt.

Dienstag, 9. Juni 2015

HOW TO BE A HAPPY IMMIGRANT {IN NORWAY}




Da ich in knapp 2 Wochen meine Heimreise antreten werde, heißt dies auch gleichzeitig, dass ich mittlerweile seit über 41 Wochen hier in Norwegen lebe, und, dass ich das Land, die Menschen und ihre Traditionen und Bräuche ziemlich gut kennenlernen durfte. Passend dazu habe ich mal eine kleine Liste geschrieben über die Norweger und wie man sich diese am besten zum Freund machen kann.


Mittwoch, 3. Juni 2015

BECAUSE A PART OF YOU WILL ALWAYS BE ELSEWHERE


Leider schlechte Qualität (Handy) 
Du denkst, die Zeit geht nie vorbei. 10 Monate, eben fast ein Jahr, das ist doch so unendlich lang! Und ja, es war auch eine lange Zeit. Aber die ist jetzt fast vorbei. Und dann kommen dir die Monate doch irgendwie gar nicht mehr so viel vor. Du fängst an zu realisieren, dass alles was dir geblieben ist, nur Erinnerungen sind. Erinnerungen, die du über die letzten 10 Monate gesammelt hast und du wohl nie vergessen wirst.

Mittwoch, 20. Mai 2015

50 INSPIRING QUOTES THAT WILL MAKE YOU WANT TO TRAVEL THE WORLD




Wie ihr bereits wahrscheinlich mitbekommen habt, bin ich ein absoluter Fan von Sprüchen. Es ist meine Art mich zu motivieren, anzutreiben, Verständnis zu finden, andere Sichtweisen zu entdecken. Es gibt so unendlich viele schöne Sprüche und Zitate da draußen, man brauch es ja in der heutigen modernen Welt nur kurz in Google einzugeben. Aber ich habe trotzdem mal „einige“ rausgesucht, die mir besonders gefallen haben, und euch hoffentlich auch ein paar neue Gedankengänge und einen Hauch Motivation mit auf den Weg geben.


Samstag, 16. Mai 2015

ON THE TOP!




I’m not telling you it’s going to be easy,
I’m telling you it’s going to be worth it.

Umso mehr ich mich dem Ende näher, desto stärker wird dieses Gefühl. Ich habe jetzt noch 39 Tage hier in Norwegen in meinem Auslandsjahr und jetzt endlich habe ich realisiert wofür die anderen 261 alle gut waren.



Ich genieße so sehr, dass sich das Wetter jetzt doch seit Donnerst so gebessert hat. Und vor allem gestern war es vergleichsweise richtig warm und die Sonne schien so intensiv den ganzen Tag. Und besser hätte ich ihn auch nicht nutzen können, als mit meiner Gastfamilie nach Bergen zu fahren.

Ich hatte vor kurzem eine Art „What I want to do before I…“ Liste gemacht, und zwar mit Dingen, die ich noch machen möchte bevor ich Norwegen wieder verlassen muss. Bergen, wer es nicht weiß, ist die Stadt, die von sieben Bergen umgeben ist, und einer davon ist Fløyen (415 Meter über NN). Wenn man direkt am Hafen bei der bekannten bunten Häuserreihe weiter Richtung Starbucks geht und dann ein kleines Stück die Straße hoch, da kommt man direkt zu der kleinen niedlichen Bahn, die einen gemütlich auf den Berg fährt. Man kann natürlich (sportlich norwegisch) die ca. 60 Minuten mit einer Vielfalt von Routen hochlaufen, nur leider hatten wir dazu gestern nicht die nötige Zeit (und Lust). 

Schnell war ich also auf der Aussichtsplattform angekommen – und perplex. Über den Dächern von Bergen, meiner Stadt hier in Norwegen, mit Ausblick gefühlt zur Unendlichkeit. Es war wieder wie so eine Art Höhepunkt dieses Jahres. Es war wie als wäre mein Auslandsjahr der Berg und die vergangenen 9 Monate der Aufstieg - mal mit leichten Pfaden, mal mit steinigen. Und dann war ich wortwörtlich auf dem Gipfel angekommen, mit tollstem Ausblick! Ich hätte mir keinen besseren Zeitpunkt aussuchen können, als gestern. Es hatte sich so richtig angefühlt dort oben zu stehen. Nur jetzt langsam muss ich mich wieder auf den Weg nach unten machen. Abschied nehmen. Es gab bereits schon ein paar Leute, die ich jetzt wahrscheinlich (vorerst) zum letzen Mal gesehen habe. Auch bei Bergen weiß ich nicht, wie oft ich dort noch hin fahren werde - spätestens in einem Monat (!) zum Flughafen. 


Dafür haben wir meinen letzten Tag in der zweitgrößten Stadt Norwegens auch noch schön zu Ende gehen lassen, und zwar auf einer Kirmes. Die war zwar nicht so groß wie die in Deutschland, aber so direkt am Wasser, das hatte schon was. Vor allem aus dem "Riesen"-Rad hatte man nochmal einen schönen Blick über den Hafen. 

Das Leben ist eben zu kurz, um die Zeit mit Dingen und Gedanken zu verschwenden, die einen nicht glücklich machen, und das habe ich jetzt endlich begriffen. 



Samstag, 9. Mai 2015

LIFE BEGINS AT THE END OF YOUR COMFORT ZONE




Hallo ihr Lieben!

Nach der Resonanz meines letzten Posts, der teilweise Unsicherheiten über ein eventuelles Auslandsjahr mit sich gebracht hatte, geht es in diesem Post mal etwas genauer um das Thema Heimweh.


Ich persönlich hätte eigentlich nie gedacht, dass ich ein Mensch bin, der Heimweh bekommen würde. Früher war ich nie so eine, die sich auf einer Woche Klassenfahrt an der Nordsee heulend in einer Ecke der Jugendherberge verkrochen hätte. Nachdem ich letzten Sommer spontan einen Kurzurlaub in Norddeutschland verlängert habe, bin ich nach Amsterdam gefahren und ganz alleine Abends um 22 Uhr wieder zurück. Hatte eine Stunde Aufenthalt in Duisburg am Bahnhof und wurde dort von einem etwas betrunkenem Jungen angequatscht, mit dem ich mich dann letztendlich aber sehr amüsant über Schuhe unterhalten habe. Nach ein paar Tagen in Freiburg saß ich auf dem Rückweg im Zug an einem Tisch mit 3 Senioren, die mir ihre Lebensgeschichte erzählt haben, als eine von ihnen mir versehentlich ihren Kaffee auf meine gerade neu gekauften weißen (!) Schuhe gekippt hatte. Die Schuhe waren zwar im Eimer, aber die viel wertvollere Geschichte ist geblieben. Ich bin schon öfters alleine geflogen, oder mit dem Zug quer durch Deutschland gefahren. Ich komme gut und lange alleine klar und das war alles kein Problem für mich - Aber trotzdem war ich froh, als meine Familie mich dann zuhause am Bahnhof abgeholt hatte und ich sie auch nach nur 5 Tagen weg von Zuhause wieder in die Arme schließen konnte.

Aber jetzt bin ich auf einer anderen Reise. Nicht nur einen Tag Sightseeing in Amsterdam. Ich bin auch eigentlich gar nicht im Urlaub, ich bin in einem „Sich-selber-neu-kennenlernen-Jahr“. Und dieses Jahr (ok, ca. 10 Monate) wäre nicht das gleiche, oder würde vielleicht nicht so seinen Zweck für mich erfüllen, wenn ich meine Familie und Freunde, meinen Alltag durchgehend bei mir hätte. Das ist ja eben das, was dieses Jahr auch so bedeutend macht. Auf sich allein gestellt sein, Gefühle zulassen, in dieses Chaos eine Ordnung bringen und zu lernen sich selber besser zu verstehen. Und die Zitate aus dem letzten Post, die etwas „betrübter“ waren, sind alle noch aus den ersten Monaten (wozu auch eben beigetragen hat, dass es mit der Gastfamilie nicht mehr gut gelaufen ist). Dort hatte ich öfters solche Heimwehtage. Und was ich da gemacht habe? Mich total reingesteigert. War traurig. Aber das bringt nichts. Und das habe ich dann auch endlich gemerkt. Ich habe angefangen diese Chance, quasi meine offene emotionale Wunde zu untersuchen, zu nutzen und in mich selber reinzuforschen. Das hatte ich ja letztens schon mal angesprochen, dass man oft Gefühle einfach stärker, eben extremer erlebt als sonst. Aber genau das ist der Punkt. Dort wirst du dich selbst von einer ganz anderen Seite kennenlernen. Deine Person selbst „analysieren“ können und die Möglichkeit haben nachzufragen. Was fehlt mir eigentlich, warum habe ich überhaupt Heimweh? Was genau will ich denn eigentlich? Man hat nicht oft die Gelegenheit sich selber so gegenüber zu stehen. Life begins at the end of your comfort zoneDiese Gefühle, die du haben wirst, die hat man nicht so oft so extrem in seinem gewohnten Umfeld zuhause. Die hat man wenn man frei unterwegs ist und auf Reisen geht. Und Heimweh gehört eben dazu, weil du genau dadurch vieles merkst, du lernst viel und es zeigt dir viel. Und im Nachhinein war ich dankbar, dass ich eben so in meine Gefühle gehen konnte und damit nun quasi weiter an mir arbeiten kann. Diese Wochen und Monate, die ich jetzt weg war, haben mir definitiv einiges über mich selber verraten. 

Vor allem die Tage in Berlin waren für mich sehr von Bedeutung. Auf einmal war ich wieder zurück in Deutschland. Konnte ein wenig Revue passieren lassen, fühlen und schauen, wie sich Deutschland jetzt für mich anfühlt. Wer es von euch nicht weiß, bevor ich weggegangen bin hatte ich alles ziemlich satt. Vielleicht war es auch nicht nur die Stadt an sich, sondern generell mein Leben, die Leute, die Schule. Ich wollte gehen. Und das alleine. Und jetzt, aber erst nachdem ich eben diese Reise gemacht habe, weiß ich, dass ich belieben will. Ich habe nach wie vor große Reiseziele, werde hoffentlich in geraumer Zeit auch mal andere Kontinente in Angriff nehmen. Ich möchte noch unendlich viel mehr reisen, aber ich bin mir zumindest jetzt ziemlich sicher, dass ich mich später irgendwo im deutsch sprachigen Raum niederlassen möchte.

„Fernweh“ und „Heimweh“ haben eine völlig neue Bedeutung für mich bekommen. Meinen Alltag & diese Routine, von der ich ja eigentlich gerade weg wollte, der ich "entfliehen" wollte, ist mit das was ich am meisten hier vermisse. Verrückt oder? Wie verändernd so eine kurze Zeit sein kann. 

Dienstag, 5. Mai 2015

BUT I DO REMEBER MOMENTS. FOR EVER.




Wo ich diese Zeilen hier gerade tippe, kann ich es selbst noch gar nicht glauben. 50 Tage sind mir noch geblieben hier in Norwegen. Nur noch 50 Tage. Das ist so wenig. Ich könnte wieder eine endlose Abhandlung darüber schreiben, wie schnell die Zeit vergeht oder was ich bisher schon alles erleben durfte in diesen mittlerweile über 8 Monaten. Heute genau 248 Tage voller neuer Erfahrungen und Eindrücken.
Und ich habe jeden Tag dokumentiert. Habe jeden Abend in mein hellblaues Auslandstagebuch geschrieben. Mal kurz gefasst, mal ausführlicher. Mal in Schönschrift und mal hat sich die Müdigkeit in meiner Handschrift deutlich zum Ausdruck gebracht.
Ich bin die letzten Tage etwas durch meinen Blog, meine ersten Einträge und eben auch mein Tagebuch geforscht. War das wirklich ich, die diese Zeilen geschrieben hat? Ja. Aber ich habe mich verändert. Allein schon die Art und Weise wie ich schreibe ist irgendwie anders. Erwachsener. Wie ängstlich ich die ersten Tage durch die Schule geschlichen bin und wie ich jetzt durch die Gänge stolziere, mit meinen neuen Freunden an der Seite und mit einem Lächeln im Gesicht. Ein echtes Lächeln, nicht dieses vorgespielte, das nur meine Unsicherheit überdecken sollte.
Ich bin wirklich froh, dass ich alles aufgeschrieben habe. Wobei alles längst noch nicht genug ist. All die Momente, die Erlebnisse, sind Erinnerungen. Man kann sie versuchen festzuhalten, aber selbst in Worten niedergeschrieben können sie nicht wiedergeben, wie es wirklich war. Vergangenheit. Aber dennoch wird man nie vergessen, wie man sich in diesen Momenten gefühlt hat.

Der Abflug, damit hat für mich alles angefangen. Samstag, 30. August 2014.

„Ich  konnte ja bereits seit Mittwoch nicht mehr schlafen, aber die Nacht von Freitag auf Samstag war noch aufregender."

„... um drei Uhr Nachts habe ich mein Zuhause dann also verlassen, für ein Jahr."

„Ich hatte mir das ja alles irgendwie etwas anders vorgestellt. Ein letztes Mal umarmt werden, von den wichtigsten Menschen überhaupt. Es tat so gut, aber irgendwann mussten wir uns ja wieder loslassen. Und dann hieß es ab hinter die Glasscheibe. Wir haben uns bis es nicht mehr ging zugewinkt.  Die letzten Küsse in die Luft geworfen. Und dann waren wir getrennt. Meine Familie ist wieder nach Hause gefahren, und ich wäre eigentlich am liebsten gleich wieder mitgekommen. Stattdessen war ich alleine. Das war so ein komisches Gefühl."

„Wochenende, und ich kann es eigentlich kaum glauben, denn das heißt dann wohl auch, dass ich jetzt schon seit einer Woche hier bin, und schon eine Woche meines Auslandsjahres um ist! Alles ist so neu und aufregend, da merkt man gar nicht wie die Zeit vorbei fliegt!" (Eine Woche, das ist so unglaublich wenig.)

„Mit diesem tollen Ausblick bin ich dann also heute Morgen aufgewacht. Allerdings hat es die ganze Nacht in Strömen geregnet und bis jetzt hat sich da auch nichts dran geändert, aber daran ist man ja hier gewöhnt. Deswegen gab es auch keine Gnade und wir sind auch in diesem strömenden Regen raus aufs Boot."

„Heute war der erste Tag an dem ich wirklich so richtig zurück zuhause sein wollte. Ich habe bisher nicht geweint oderso, aber ich vermisse alles gerade. Aber das  ist bestimmt nur eine Phase, die geht wieder vorbei."

„Es ist schön zu wissen, dass es Leute gibt, die sich um einen kümmern."

Wie aufgeregt ich war, als wirklich schon 50 Tage um waren. Jetzt sind mir nur noch 50 geblieben. „Tag 49 stand da auf einmal. Da ist doch irgendwas falsch. Aber es stimmt wirklich. Ich befinde mich jetzt schon seit heute dann genau 50 Tagen auf norwegischem Boden. Vor genau 50 Tagen bin ich ganz früh morgens das letzte Mal für eine so lange Zeit in meinem geliebten deutschen Bett aufgewacht, habe mich mit gepackten Koffern zum Flughafen begeben, mich von meiner Familie verabschieden müssen und bin ganz fix mal eben 1460 km weg geflogen. Wurde dann von ein paar fremden Leuten empfangen, die ich bald meine "neue Familie" nennen würde und bin dann abends völlig kaputt in einer typisch norwegischen Hütte in den Bergen eingeschlafen. Und ja, so einfach geht das. Und seitdem sind jetzt genau 50 Tage vergangen."

„Und irgendwie ist es sogar viel besser als ich erwartet hatte."

So schnell verflog die Zeit dann auch weiter. „die Hälfte meines Auslandsjahres hier in Norwegen ist um! Heute ist Tag 150, in 150 weiteren sitze ich schon fast wieder im Flieger zurück nach Deutschland."

„Da habe ich erstmal gemerkt, wie sehr mir das gefehlt hat."

„Also es war zwar echt anstrengend, aber super schön!"


Und das letzte Zitat fasst es nochmal perfekt zusammen. Ich weiß, einige klingen vielleicht etwas negativ und betrübt, ich muss eben auch zugeben, dass es nicht immer einfach war. Es war anstrengend. Aber jetzt im Nachhinein war es das wert. Und es gibt eben weitaus mehr schöne, bereichernde Momente, die ich besonders in Erinnerung behalten werde! :)

Montag, 27. April 2015

Was ich anders machen würde, wenn ich nochmal die Chance hätte




Never refuse an invitation, never resist the unfamiliar,
never fail to be polite and never outstay the welcome.
Just keep your mind open and suck in the experience.
And if it hurts, you know what? It’s probably worth it

                            Richard – The Beach

Ein Austauschschüler zu sein ist wirklich nicht immer einfach! Es ist harte Arbeit, treibt einen gelegentlich in den Wahnsinn und sorgt für einige emotionale Zusammenbrüche. Manchmal fragt man sich, wieso man das ganze überhaupt macht, und vergisst dabei, was für eine tolle Erfahrung das eigentlich ist.

Ich würde es generell jedem empfehlen, der die nötige Abenteuerlust und die Möglichkeiten hat. Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, einfach für eine Zeit abzuhauen?

Exchange isn’t a year in your life, it’s a life in a year“. Es ist also nicht nur ein kurzer Abschnitt, sondern es ist ein eigenes Leben. Eine Chance einmal wer anderes zu sein, sich neu zu finden. Ein zweites, neues Leben aufbauen, in einem anderen Land und mit anderen Menschen. Und es liegt an uns selbst, dieses Leben so toll wie nur möglich zu gestalten. Ich hätte es selbst früher nicht gedacht, aber es gibt ein paar Dinge, die ich jetzt anders machen würde, mir mehr zu Herzen nehmen würde. Aber es ist eben ein Prozess und einige Dinge werden einem erst klar, wenn es schon fast wieder zu Ende ist.

Man sieht also, ein Auslandsjahr ist kein Jahr Urlaub und es ist nicht perfekt. Es werden die einen oder anderen Probleme auf einen zukommen, aber man wird gerade dadurch und mit ihnen wachsen. Den perfekten Austauschschüler gibt es ebenso wenig, aber es gibt ein paar Dinge, Tipps, die ich zukünftigen Reisenden ans Herz legen möchte, und manche würde ich selber anders/besser machen wollen, wenn ich noch einmal die Chance dazu hätte.

Just do it!
Egal ob deine Gastmutter dich fragt mit einkaufen zu gehen oder die Gastoma dir einen ihrer selbstgemachten Kekse anbietet – mach es, probier‘ es, geh mit! Versuch einfach zu allem „Ja“ zu sagen. Es sind auch die kleinen Dinge, die einem Erfahrungen bereiten.

Lerne die Sprache
Natürlich wird keiner von Anfang an verlangen, dass du die Sprache perfekt sprichst. Das wäre ja irgendwo langweilig und du bist ja gerade da, um diese zu lernen. Aber umso mehr du dich damit beschäftigst, desto schneller geht es eben. Gerade wenn nach der Anfangsaufregung über den neuen Austauschschüler alle wieder ihrem Alltag nachgehen, musst DU mehr aus dir heraus kommen und auf andere zugehen. Und glaub‘ mir, alle werden sich freuen, wenn du sie in ihrer Muttersprache und nicht auf Englisch ansprichst!

Trau‘ dich
So kommen wir schon zum nächsten Punkt. Ich habe mich schon das ein oder andere Mal geärgert, dass Menschen nicht auf mich zukamen. Hatte das Gefühl, dass niemand mit mir sprechen möchte oder sogar Angst sie mögen mich nicht. Aber dann ist mir klar geworden, es ist nicht ihr Auslandsjahr, es ist meins. Die haben alle ihre Freunde, ihre Familie, ihren Alltag. Ich bin die, die sich integrieren und auf andere zu gehen muss. Also fragt einfach mal, ob jemand Lust hat etwas zu unternehmen, geht auf eure (neuen) Mitmenschen zu, unternimmt was, habt Spaß!

Die Gastfamilie
Gerade wenn man noch nicht so viele Freunde gefunden hat, ist die Gastfamilie wohl der wichtigste Standpunkt für dich in deinem Gastland. Egal wie komisch ihre Angewohnheiten auch scheinen mögen, diese sind die Menschen, die dich in ihrem Zuhause aufgenommen haben. Es ist kein Hotel, es ist eine ganz normale Familie, wie deine eigene auch.

Sag, wenn du dich nicht wohlfühlst
Der einzige Weg ein Problem zu lösen, ist der es auszusprechen. Wenn du dich nicht wohlfühlst oder irgendetwas dich wirklich stört, gerade was dein „Zuhause“ betrifft, dann musst du es sagen, anders wird es sich nicht ändern. Ich kann ganz ehrlich zugeben, dass ich in meiner ersten Familie ein paar Probleme hatte und im Nachhinein hätte ich gerne eher etwas unternommen. Andererseits kannst du natürlich nicht verlangen, dass die Familie oder die einzelnen Personen sich grundlegend ändern, aber du kannst ja eben die Familie wechseln. Ich hätte ehrlich gesagt nie gedacht, dass mir das passieren würde, aber letztendlich war es gar nicht schlimm! Denkt immer daran, ihr seid eben nur für eine bestimmte Zeit in diesem Land und ihr wollt so viel wie nur möglich davon mitnehmen. Und wenn ihr euch nicht wohlfühlt, dann müsst ihr was ändern, aber habt keine Angst davor!

Verbringe nicht zu viel Zeit online und @home
Das ist auch so eine Sache, die mit dem vorigen zusammen hängt und ja, es ist wirklich nicht so einfach hier die nötige „Balance“ zu finden. Es war erst letztens, dass meine Schwester mir geschrieben hat „Von dir hört man ja auch nichts mehr“. Und das stimmte wohl, zumindest hatte ich mich seit knapp einer Woche nicht mehr gemeldet. Aber zu anderen Zeiten saß ich auch mal zwei Stunden vorm Laptop und habe mit einer Freundin geskypt. Und das ist auch schön so. Aber man sollte es eben nicht übertreiben. Sage eben „ja“ zu allem. Und wenn deine Familie oder Freunde etwas unternehmen wollen, dann geh selbstverständlich mit, anstatt zuhause nur bei WhatsApp rumzusitzen. Zumal der Kontakt zu Freunden und Familie nach Hause das Heimweh auch manchmal noch schlimmer machen kann!

Sei offen für Neues
Ich erinnere mich noch gut, wie oft ich manche Dinge als “komisch” oder “neu” angefunden habe. Auch jetzt, wo ich mich eigentlich an so einiges gewöhnt haben solllte, finde ich manches immer noch total ungewohnt. Aber eigentlich ist es ja genau das, was ich wollte. Neue Welten entdecken, andere Sichtweisen erforschen, und meinen Horizont erweitern. Unterschiedliche Kulturen kennenlernen, Barrieren durchbrechen, anstatt zu urteilen.

Nie aufhören zu fragen
Dieser Punkt geht auch damit einher. Dinge ansprechen, aussprechen und fragen! Ich kam mir teilweise wirklich selber nervig vor, so oft wie ich etwas fragen musste. Teilweise immer wieder aufs Neue. Aber wisst ihr was? Es stört niemanden. Meine Erfahrungen sind sogar, dass die anderen es eher immer für gut befunden haben, dass ich eben nachfrage, nachhake, mich für ihre Kultur interessiere. Es ist doch auch viel spannender die Leute vor Ort „auszufragen“ und die Dinge mal ein wenig zu analysieren, verstehen wieso es manche Traditionen gibt, wieso dieser Berg so und so heißt etc…

Fehler und Fettnäpfchen
Es ist noch nie ein Meister vom Himmel gefallen. Man muss, wie gesagt, sich an neue Dinge gewöhnen und das braucht Zeit. Teilweise trete ich noch immer in die gleichen Fettnäpfchen, aber andere kann ich mit Bravour umgehen. Manchmal war es mir persönlich peinlich, aber die anderen hat es eigentlich gar nicht gestört, es sind sogar tolle Insider und witzige Erinnerungen daraus geworden, über die wir heute noch lachen. Außerdem sind Fehler eben auch Erfahrungen, und es ist immer besser es zu probieren, auch wenn es schief geht,  als es erst gar nicht zu versuchen.

Nichts ist perfekt
Ich muss schon zugeben, ich hätte mir mein Leben vor einem Jahr bestimmt nicht so vorgestellt, wie es jetzt ist. Momentan ist alles eigentlich ziemlich gut, aber es gab und gibt auch immer noch ab und zu Tagen und Phasen, da ist es nicht so. Aber das hat nicht unbedingt etwas mit meinem Auslandsjahr zu tun. Es ist eben kein 5-Sterne-Urlaub. Genauso ist es auch nicht zuhause. Das Leben hat Höhen und Tiefen, und so hat auch dieses Jahr gute und weniger gute Zeiten, nur das man im Auslandsjahr die Gefühle oft extremer erlebt. Aber am Ende wird man dankbar sein, für alles was man erleben durfte!

Nicht aufgeben!
Und das ist wohl das Wichtigste. Wenn ihr Glück habt, bleibt euch das erspart, aber der Großteil aller Austauschschüler kommt mal an den Punkt, wo man am liebsten einfach seine Koffer wieder packen und in den nächsten Flieger nach Hause fliegen wollen würde. Zuhause ist so toll und alles scheint viel besser als je zuvor! Keine Probleme mit der Sprache, nah bei deinen Freunde und Familie, dein Lieblings Essen. Man wird wieder an den Punkt kommen und alles in Frage stellen. War es das wert, wieso bin ich nicht in ein anderes Land, in eine andere Stadt. Jeder wird die einen oder andere Probleme haben, größere oder kleinere. Wenn es so einfach wäre, dann würde es jeder machen. Tut es aber nicht, denn so eine Zeit im Ausland ist verdammt nochmal nicht leicht. Aber die schlechten Zeiten gehen vorüber und die Guten werden überwiegen. Aber auch gerade von den „negativen“ Ereignissen wird man so viele gute Erfahrungen fürs ganze Leben schöpfen!

Das war jetzt wieder ein ziemlich langer und intensiver Text. Aber da ich jetzt schon öfters gefragt wurde, wie das eigentlich so ist, dachte ich mal einen Beitrag darüber zu schreiben und hoffe, ich kann den einen oder anderen motivieren, auch auf so eine wunderbare Reise zu gehen! :)

Donnerstag, 16. April 2015

I took that jump



Ein Auslandsjahr zu machen ist eine einzigartige Erfahrung - Keine Frage. Und ich habe mich verändert. Durchgehend. Situationen haben mich verändert und ich wurde vor Herausforderungen gestellt. Über einige bin ich gestolpert und andere habe ich mit links gemeistert und bin an ihnen gewachsen.
Ich steckte in Situationen, von denen ich niemals dachte, dass ich sie mal erleben würde. Doch wenn ich heute zurück gucke, auf das, was ich alles erleben durfte in diesen mittlerweile 8 Monaten, muss ich feststellen, dass ich wirklich stolz auf mich sein kann. Schulwochen und Wochenenden voller neuer Bekanntschaften, Erlebnissen, neuen Erfahrungen, Herausforderungen, Überwindungen und Fettnäpfchen. Man wächst jeden Tag aufs Neue über sich hinaus und lernt neue Seiten an sich kennen. Merkt, dass man manchmal einfach seinen inneren Schweinehund besiegen muss, um etwas zu erreichen und vor allem man lernt richtig selbstständig zu sein. Ich weiß wie es sich anfühlt allein zu sein, aber auch, dass ich es schaffen kann. Anfangs dachte ich zu wissen, wer ich bin. Zwischenzeitig hatte ich absolut keine Ahnung, und heute bin ich zwar immer noch ich, aber ich habe mich eben weiterentwickelt. Bin mir heute viel bewusster über mein Handeln, über meine Pläne, Ziele und Träume. Es haben sich für mich neue Türen geöffnet, neue Chancen ergeben, und genauso haben sich andere Türen geschlossen. Lasten, die ich endlich von mir geben konnte. Abhaken. Ich habe mich getraut neue Richtungen einzuschlagen und all das, was ich erlebt habe, die Erfolge, und auch die Niederlagen sind alles Erfahrung. Und jetzt kann ich nach vorne schauen, mit weniger Lasten, und bin bereit wieder neue Erfahrungen zu machen.

Passend zu diesem Thema habe ich mir heute gedacht, eins meiner lieblings Lieder momentan mit euch zu teilen. Bzw. den Text, denn wenn ich mir den so durchlese, spricht er schon ganz schön viel wahres aus.. (One Republik - I lived)


Hoping you take that jump
But don't fear the fall
Hope when the water rises
You built a wall
Hoping the crowd screams out
Screaming your name
Hope if everybody runs
You chose to stay
Hope that you fall in love
And it hurts so bad
The only way you can know
Is give it all you have
And I hope that you don't suffer
But take the pain
Hope when the moment comes
You say...

I, I did it all
I, I did it all
I owned every second
That this world could give
I saw so many places
And things that I did
Of every broken bone
I swear I lived

Hope that you spend your days
But they all add up
And when that sun goes down
Hope you raise your cup
I wish that I could witness
All we drawed
And your pain
But until my moment comes
I'll say...

I, I did it all
I, I did it all
I owned every second
That this world could give
I saw so many places
And things that I did
Of every broken bone
I swear I lived

[...]
Of every broken bone
I swear I lived
Of every broken bone
I swear I lived

I, I did it all
I, I did it all
I owned every second
That this world could give
I saw so many places
And things that I did
Of every broken bone
I swear I lived

[...]